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Geld fürs Moor

Pflanzenbau27.04.26

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) stellt 1,75 Milliarden Euro für den Aufbau von Wertschöpfungsketten für Produkte von Moorflächen zur Verfügung.

Wiedervernässte Moore lassen sich unterschiedlich landwirtschaftlich nutzen. (Foto: Eileen Nicolai)

Um den Moorbodenschutz in Deutschland zu stärken, hat die Bundesregierung eine neue Förderung gestartet. Bis Ende 2029 stehen im Rahmen der Palu-Förderrichtlinie Gelder in Höhe von insgesamt 1,75 Milliarden Euro zur Verfügung. In enger Zusammenarbeit mit der Land- und Forstwirtschaft und nach dem Prinzip der Freiwilligkeit setzt sich das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) für praxisnahe und sinnvolle Ansätze für erfolgreichen Moorschutz ein. Ziel ist, durch die Wiedervernässung von Moorböden neue Wertschöpfungsketten im ländlichen Raum aufzubauen.

„Unsere Moore sind unverzichtbare natürliche Klimaschützer“, so Landwirtschaftsminister Alois Rainer. Die Förderung biete eine Chance, Moorböden wiederzuvernässen. Sei es durch den Anbau von Schilf als Baustoff für Dächer oder Fleisch aus der Haltung von Wasserbüffeln – hier liegen neue Einkommenschancen für Höfe. Auch innovative Nutzungsformen wie Moor-Photovoltaik sind möglich. Moorschutz geht nur gemeinsam mit den Betrieben. „Daher sehe ich es als Aufgabe der Politik, Angebote zu machen, mit denen sich Klimaschutz für die Landwirte rechnet“, so Rainer. Die Palu-Förderrichtlinie will freiwilligen Moorbodenschutz fördern, der sich wirtschaftlich für Betriebe rechnet.

Förderung für Moorflächen | Bioland e.V.