Geld für dieselfreie Antriebe
Bund und Rentenbank fördern landwirtschaftliche Betriebe auf alternative Antriebe umzusteigen. Dazu zählen Maschinen, alternative Kraftstoffe und die passende Infrastruktur.
Elektrisch betriebene Maschinen können Arbeitsgänge vereinfachen und Betriebe entlasten. (Foto: Alexander Kögel).
Ein neues Förderprogramm der Rentenbank unterstützt den Kauf innovativer, alternativer Antriebe in der Landwirtschaft. Es berücksichtig vor allem Betriebe mit Sonderkulturen, die durch den Mindestlohn unter wirtschaftlichem Druck stehen. Die Technik soll Arbeitsprozesse erleichtern, Betriebe entlasten und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken. Die Förderung unterstützt zugleich, in klimafreundlichere Antriebe einzusteigen.
Gefördert werden mobile Maschinen mit batterieelektrischem Antrieb sowie Maschinen, die erneuerbaren Biokraftstoff nutzen wie Biodiesel, Pflanzenöle oder Biomethan. Dazu zählen autonome Geräteträger oder Multifunktionsmaschinen für Sonderkulturen. Landwirt:innen können auch die notwendige Lade- und Tankinfrastruktur erwerben, sofern sie diese mit dem Maschinenkauf kombinieren.
Die geförderten Maschinen können „[…] die Energieeffizienz in den Betrieben erhöhen und die laufenden Betriebskosten senken. Gleichzeitig tragen sie maßgeblich zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bei […]“, betont Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Die Bank fördert das Programm in Höhe von 72 Millionen Euro zusammen mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium.
Die Förderung erfolgt über zinsgünstige Darlehen mit einer Laufzeit von drei bis zehn Jahren. Bei Infrastrukturvorhaben sind bis zu 15 Jahre möglich. Landwirt:innen beantragen die Förderkredite bei ihrer Hausbank. Der Darlehensbetrag liegt zwischen mindestens 25.000 Euro und bis zu 100 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Der Höchstbetrag liegt bei 1 Million Euro je Antragsteller.