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Gehölze mit Mehrwert

Pflanzenbau23.10.26

Hecken, Streuobstwiesen und Agroforstsysteme lassen sich als Kompensationsmaßnahmen finanzieren und nutzen. Ein neuer Leitfaden erklärt Planung, Finanzierung und Pflege.

Bäume stehen in Reihen zwischen einzelnen Streifen auf einem Acker.

Der Leitfaden zeigt, wie Landwirt:innen Gehölze und landwirtschaftliche Nutzung miteinander verbinden können. (Foto: Tobias Hoppe)

Hecken, Streuobstwiesen, Baumreihen oder Agroforstsysteme lassen sich mit Kompensationsmitteln finanzieren und langfristig erhalten. Wie das gelingt, zeigt der neue Leitfaden „Kompensationsmaßnahmen mit Streuobst, Hecke und Co.“ der Baumland-Kampagne.

Wer in die Natur und Landschaft eingreift, muss für einen Ausgleich sorgen. Auf mehr als 150 Seiten erklärt der Leitfaden, wie davon Natur und landwirtschaftliche Betriebe profitieren können. Die Autoren beleuchten die rechtlichen Vorgaben, Finanzierung, Planung und Pflege. Praktische Beispiele zeigen zudem, wie durch die Kombination von Gehölzen und landwirtschaftlicher Nutzung zusätzliche Einnahmen entstehen. Beispielsweise können Obst, Nüsse, Wertholz, Hackschnitzel oder Weideflächen Bestandteil eines Kompensationsprojekts sein. Der Leitfaden enthält auch Musterverträge als Beispiele.  

Baumland will mit dem Leitfaden die oft große Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei Kompensationsmaßnahmen verkleinern und mehr Gehölze dauerhaft in die Agrarlandschaft bringen. Die gemeinnützige Organisation hat beobachtet, dass viele Maßnahmen angelegt, aber unzureichend gepflegt werden. Gerade bei Streuobstwiesen oder Hecken entscheidet jedoch die dauerhafte Pflege über den ökologischen Wert.

Gehölze mit Mehrwert: Leitfaden für Kompensationsmaßnahmen | Bioland e.V.