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Expert:innen fordern ein Umdenken

Politik08.07.25

Von der Bilanz zur Vision: Die GAP 2027 muss Landwirten besser helfen, umweltgerechter und nachhaltiger zu wirtschaften.

GAP, Förderperiode, Förderung, Ökolandbau, Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, Landwirtschaft, Öko-Regelungen, Konditionalität, Direktzahlungen, LandInForm, Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume

Landwirte brauchen eine Honorierung für umweltgerechtes Wirtschaften. Dorthin muss die GAP nach 2027 noch stärker steuern. Zu diesem Ergebnis kommen Autorinnen und Autoren der Spezialausgabe von „LandInForm“ der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume.

Die aktuelle Förderperiode hilft insbesondere mit den Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen den Landwirten, umweltgerechter zu wirtschaften, so die Analyse der Expertinnen aus Verwaltung, Beratung und Wissenschaft. Wenig Wirkung zeigen vor allem die Direktzahlungen und Öko-Regelungen. Ein erheblicher Teil der Direktzahlungen verbleibt nicht bei den Landwirten, sondern wird über erhöhte Bodenpreise an die Verpachtenden weitergereicht. Die Direktzahlungen sind in der derzeitigen Ausgestaltung der Konditionalitäten an die Einhaltung von Auflagen im Umwelt- und Klimaschutz geknüpft. Diese entsprechen weitgehend dem geltenden europäischen Recht und verfehlen das Ziel, effektiven Umwelt- und Klimaschutz voranzubringen. Auch die Öko-Regelungen stehen aufgrund der einjährigen Maßnahmen in Kritik. Insgesamt weist die GAP wenig ökologische Wirksamkeit auf. 

Einzelne Kapitel der kostenlosen Broschüre stellen die Herausforderungen zwischen Gesellschaft, Ökologie und Ökonomie dar. Sie geben einen Ausblick, wie Maßnahmen effizienter in der Landwirtschaft ankommen. Die Schwerpunkte der Publikation liegen auf den Öko-Regelungen, den Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen sowie den Herausforderungen im Verwaltungs- und Kontrollsystem.

Die Spezialausgabe soll den fachlichen Austausch und Dialog über die Weiterentwicklung zur GAP fördern. Die DVS ist in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung beheimatet. Sie unterstützt und leistet Wissenstransfer im ländlichen Raum. Die Finanzierung der DVS erfolgt aus Mitteln der Europäischen Union.