Drohnen retten Rehe
Bund fördert Wärmebilddrohnen 2026

Der Einsatz moderner Wärmebildtechnik während der Mähsaison kann Rehkitze retten (Foto: Pixabay).
Drohnen können über Leben und Tod entscheiden: Der Einsatz moderner Wärmebildtechnik während der Mähsaison kann Rehkitze retten. Die Jungtiere verharren in den ersten Lebenswochen regungslos im hohen Gras und werden bei der Frühjahrsmahd häufig übersehen. Drohnen ermöglichen es, die Jungtiere aufzuspüren und vor Verletzungen zu schützen.
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) unterstützt auch 2026 die Anschaffung von Wärmebilddrohnen zur Rehkitzrettung. Gemeinnützige Organisationen, Jägerschaften und weitere berechtigte Gruppen können Zuschüsse von bis zu 4.000 Euro pro Drohne beantragen. Die Antragsfrist läuft bis 30. Juni 2026, solange Fördermittel verfügbar sind. Die Abwicklung erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).
Das Verbraucherportal Drohnen-Camp informiert Vereine und Helfer zu Technik, Organisation und rechtlichen Vorgaben. Die Plattform begleitet Interessierte durch Antragstellung und Einsatzplanung. „Die erneute Förderung ist ein wichtiges Signal“, sagt Mitgründer Francis Markert. Wer teilnehmen wolle, solle sich organisatorisch und technisch gut vorbereiten.
Neben der Anschaffung geeigneter Drohnen seien abgestimmte Abläufe, geschulte Piloten und rechtliche Kenntnisse notwendig. Dazu gehören Registrierungspflichten, EU-Kompetenznachweise und eine passende Haftpflichtversicherung.
Die Förderung erleichtert vor allem kleineren Vereinen den Einstieg in die Rehkitzrettung. Gut vorbereitete Einsätze sollen sicherstellen, dass die Tiere in der Mähsaison effektiv geschützt werden.