Artikelübersicht

Daten gesucht

Pflanzenbau28.08.25

Forschungsprojekt Oekogaia stärkt den Biolandbau, indem es sich der Pflanzengesundheit widmet

Die Mitarbeiter:innen im Projekt untersuchen unter anderem Gesunderhaltungsstrategien bei der Kartoffel. (Foto: Sonja Herpich)

Der Klimawandel verlangt neue Strategien, um Pflanzen gesund zu erhalten. Um solche Strategien zu finden, ist Anfang des Jahres das Forschungsprojekt „Oekogaia – Benchmarking zu Ökologischen Gesunderhaltungsansätzen im Anbau von Kulturpflanzen“ gestartet. Ziel ist, Maßnahmen zu ermitteln, die Kulturpflanzen gesund erhalten. Dafür braucht es zunächst eine solide Datengrundlage von Öko-Betrieben. Auf dieser Datengrundlage lassen sich die Gesunderhaltungsmaßnahmen entwickeln und verbessern. Das anonymisierte Datentool soll zum Beispiel Informationen zur Fruchtfolge, Bodenbearbeitung, zum Reb- oder Baumschnitt, aber auch zum Einsatz bio-zulässiger Pflanzenschutzpräparate auswerten. Das System analysiert die Daten und bereitet sie in einer interaktiven Online-Roadmap auf. Diese soll Akteuren und Akteurinnen aus Beratung, Forschung, Politik sowie der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Oekogaia will damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Ökolandbaus leisten.

Bis zum Ende der Projektphase am 31. Dezember 2027 werden Daten zu Gesunderhaltungsstrategien aus fünf zentralen Bereichen erhoben:

■ Ackerbau: Winterweizen, Ackerbohnen, Raps, Körnererbse

■ Kartoffelbau

■ Gartenbau: geschützter Tomatenanbau, Möhren, Zwiebeln

■ Obstbau: Erdbeere, Birne, Zwetschge

■ Weinbau

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) fördert das Projekt. Weitere Projektpartner neben Bioland sind Demeter, Naturland, Ecovin, die Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau (FÖKO) und das Unternehmen mb-netzwerk zur technischen Umsetzung.