Bio-Schweine in Zeiten von ASP
Die Afrikanische Schweinepest fordert Bio-Betriebe mit Schweinen heraus. Ob noch Informationsbedarf besteht, wollen Forscher:innen wissen.

Tritt die Afrikanische Schweinepest auf, sind hohe Sicherheitsmaßnahmen in Bio-Betrieben erforderlich. (Foto: Imago)
Für eine Studie zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) sucht das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) Bio-Schweinebetriebe. Denn die Afrikanische Schweinepest stellt die gesamte Schweinehaltung in Deutschland weiterhin vor große Herausforderungen. Besonders Betriebe mit Auslauf- oder Freilandhaltung sind von den bestehenden Risiken und der damit verbundenen Verunsicherung betroffen. Das FLI interessiert sich dafür, ob Bio-Betriebe ausreichend vorbereitet sind, oder weitere Informationen brauchen.
Bei entsprechenden Vorkehrungen ist nach der Studienlage des FLI möglich, Bio-Schweine weiterhin im Auslauf zu halten. Vor Ort beurteilen allerdings die Veterinäre die Situation und entscheiden dann.
Die aktuelle wissenschaftliche Studie des FLI richtet sich gezielt an ökologische Schweinehaltungsbetriebe. Untersucht wird, wie Informations- und Schulungsangebote das Wissen, die Einstellungen und die Umsetzung von Biosicherheitsmaßnahmen in Bio-Schweinebetrieben beeinflussen können. Ziel ist, die ökologische Schweinehaltung auch in Zukunft zu stärken und gegen Seuchenausbrüche zu wappnen. Die Forschenden wollen praxisnahe und wirksame Unterstützungsansätze für die ökologische Schweinehaltung unter ASP-Bedingungen entwickeln.
Die Studie besteht aus drei Teilen: einer ersten Online-Befragung, einer anschließenden Informations- und Schulungsphase sowie einer zweiten Online-Befragung zur Auswertung möglicher Veränderungen. Die Teilnahme ist freiwillig, die Befragungen erfolgen online und sind zeitlich überschaubar. Teilnehmende Betriebe sollten möglichst an allen Studienteilen mitwirken.