Bestäubung von Ackerbohnen
Das LeguNet zeigt, warum Bestäuber für Ertrag und Züchtung von Ackerbohnen zentral sind

Ackerbohnen sind sowohl Selbst- als auch Fremdbefruchter. (Foto: Sonja Herpich)
Eine Studie zeigt, dass Ackerbohnen mehr Hülsen haben, wenn sie durch Insekten bestäubt werden. Je nach Sorte und Umweltbedingungen kann der Anteil der Fremdbefruchtung bei Ackerbohnen bis über 70 Prozent betragen. Ackerbohnen können sich zwar auch selbst befruchten, aber sie profitieren sehr von den Bestäubern.
Die Erkenntnisse aus dem Relevant‑Projekt belegen, dass vor allem Hummeln, insbesondere die Gartenhummel, dafür einen entscheidenden Beitrag leisten. Sie erhöhen den Fremdbefruchtungsanteil und sorgen für mehr Samen pro Hülse. Diese Erkenntnisse hat das Leguminosen-Netzwerk (LeguNet) in einem Merkblatt zusammengefasst.
Die Forschenden leiten daraus klare Empfehlungen ab: "Je höher der Anteil von Hecken, Blühstreifen oder extensive Wiesen im Umfeld der Ackerbohnenflächen ist, desto mehr Bestäuber gibt es und der Ertrag steigt", sagt Projektmitarbeiterin Dr. Nicole Beyer von der Universität Göttingen.
Neben Hummeln tragen auch Wild‑ und Honigbienen zur Bestäubung bei. Eine Zusammenarbeit mit Imkerinnen und Imkern kann sich daher lohnen und zusätzlich können besondere Produkte wie Honig aus Ackerbohnen entstehen. Zugleich unterstreichen die Ergebnisse wie wichtig eine vielfältige Fauna für die Bestäuber sind und das Bestäubung hilft, Ertragsverluste unter Hitzestress abzumildern.