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Bekenntnis zur Weidehaltung

Tierhaltung01.09.25

Der Absatz für Bio-Milch wächst, der Auszahlungspreis steigt. Bayerische Molkereien sind bereit für neue Erzeuger als Lieferanten.

Christian Wagner, von der Andechser Molkerei, und Hubert Dennenmoser, von Allgäu Milch Käse, haben die Position der Bio-Milchverarbeiter bei der Allgäuer Festwoche Mitte August vertreten. (Foto: Being Organic in EU)

Für die Umstellung auf Biolandbau warben die Vertreter der beiden größten Bio-Milcherfasser Deutschlands bei der Allgäuer Festwoche Mitte August. „Mit 65 bis 67 Cent je Kilo Bio-Milch im jetzigen August haben wir einen historischen Höchststand beim Auszahlungspreis für Bio-Milch erreicht und durch den stetigen Absatzzuwachs bestehen gute Voraussetzungen, dass dies lang so bleiben kann. Die Molkereien sind aufnahmebereit für neue Bioland-Milcherzeuger“, sagte Christian Wagner von der Andechser Molkerei.

Er vertrat auf einer Bioland-Veranstaltung gemeinsam mit Hubert Dennenmoser von Allgäu Milch Käse die Position der Bio-Milchverarbeiter auch hinsichtlich des verbindlichen Weidegangs für Pflanzenfresser. Sie betonten, dass die Verbraucher mit Recht davon ausgehen dürfen, dass Bio-Milch von Kühen stammt, die im Sommer auf die Weide gehen. Das bestätigte auch Bioland-Bäuerin Karin Agerer. Die Kreissprecherin im Oberallgäu sagte: „Der Weidegang für unsere Kühe gehört zur DNA des Biolandbaus. Wir können für uns in Anspruch nehmen, dass wir garantieren können, dass unsere Tiere Weidegang haben und damit das Bild der Region prägen, von der auch unser Tourismus lebt.“ Den Verlauf der Verhandlungen schilderte Oliver Alletsee als Landesvorsitzender von Bioland Bayern.