Veranstaltung/Seminar/Workshop

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Zahlen, Daten, Zukunft: Klimabilanzierung, Berichterstattung und CO2-Zertifikate auf dem Bio-Hof

Erzeugung, Verarbeitung, Handel, Politik und Förderung, Klima

24.11.2026 bis 25.11.2026

19:30 Uhr

Online

100 Freie Plätze

Anmeldeschluss 18.11.2026

kostenlose Veranstaltung

Beschreibung

Neue Berichtspflichten, CO₂-Rechner und eine Flut an Zertifikate-Angebote – der Markt verlangt von Erzeuger*innen zunehmend primäre Nachhaltigkeitsdaten. Doch welche Bilanzen machen auf dem eigenen Betrieb überhaupt Sinn, welche Daten fordert der Handel und wo lauern Fallstricke? In unserer bundesweiten Online-Fachveranstaltung geben vier Experten aus Politik, Forschung, Beratung und Markt eine Orientierungshilfe.

Durch die europäische Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie Klimaziele fordern Lebensmittelhandel, Verarbeiter und Banken verstärkt Klimadaten direkt von den Höfen ein. Parallel dazu drängen private Anbieter von Humuszertifikaten und Carbon-Farming-Programmen auf den Markt. Um Betriebe vor überbordender Bürokratie, falschen Versprechungen und Haftungsrisiken zu schützen, beleuchtet Bioland das Thema umfassend aus vier Blickwinkeln:

  • Politik & Bio-Bewegung:
    Jan Plagge (Präsident Bioland e.V.) ordnet die politischen und marktseitigen Entwicklungen ein. Er zeigt auf, wie sich die Rahmenbedingungen verändern, wie der Ökolandbau als Referenzsystem gestärkt wird und wo Bioland stetig diskutiert und die Interessen des Ökolandbaus vertritt.

  • Wissenschaft & Verbraucher:
    Prof. Dr. Achim Spiller (Uni Göttingen, ehem. ZKL & WBAE) richtet den Blick auf die Marktseite und die Kommunikation gegenüber den Verbraucherinnen. Im Zentrum seines Beitrags steht die kritische Einordnung von Klima- und Umweltlabels: Wie glaubwürdig sind reine Klimasiegel des Handels, wo liegen die Grenzen von Carbon-Footprint-Kennzeichnungen auf Lebensmitteln und welche Standards müssen Siegel erfüllen, um nicht dem Vorwurf des Greenwashings zu verfallen? 

  • Praxisforschung & Beratung:
    Moritz Böhm (Bioland Praxisforschung GmbH) zeigt, wie betriebliche Klimabilanzen als agronomisches Werkzeug für Humusaufbau und Klimaanpassung genutzt werden können. Gleichzeitig unterzieht er private Humuszertifikate einer kritischen Bewertung und warnt vor wissenschaftlich belegten Risiken wie fehlender Dauerhaftigkeit (Reversibilität), Verlagerungseffekten (Leakage) und vertraglichen Fallstricken.

  • Markt & Inwertsetzung Erik Borner (Referent für Klima und Nachhaltigkeit, Bioland e.V.) beleuchtet die Marktperspektive und die neuen Berichtspflichten (CSRD, Scope 3) von Handel, Verarbeitung und Banken. Er zeigt auf, welche Daten und Outcomes künftig verlangt werden – und an welchen bürokratiearmen Lösungen Bioland arbeitet: Von Satellitendaten über Verbandsrichtlinien und Bio-Kontrolle bis hin zu fairen Insetting-Modellen, um Öko-Leistungen für den Markt berichtsfähig zu machen und in Wert zu setzen.


Teilnahmegebühr:      keine, da diese Wissenstransfer Veranstaltung Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) ist, initiiert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die Geschäftsstelle des BÖL befindet sich in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

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Kontakt für Rückfragen

E-Mail: erik.borner@bioland.de

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