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Reinhard Verdorfer

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Bioland Südtirol
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Johann Tappeiner, Franz Egger von den Pionieren und Alma Calliari, Simon Ruatti, "die Jungen"

Ein Fest zum 30sten!

Bio-Landwirte:innen, Ehrengäste aus Deutschland und die Gründungsmitglieder feierten Mitte September das 30-jährige Bestehen der Bioland Regionalgruppe in Südtirol.

30 Jahre Bioland Südtirol wurden am Samstag, 11.09. am Schnagererhof in St. Andrä/Mellaun gefeiert: Biobäuerinnen und –bauern, Ehrengäste aus Deutschland, wie die beiden Vorsitzenden des LV Bayern,  Josef Wetzstein und Oliver Alletsee,  Bioland Präsident Jan Plagge und natürlich die Pioniere und Gründungsmitglieder waren gekommen, um den Tag miteinander zu verbringen.„Bioland ist gleichzeitig eine Marke und ein Verein,“ betonte Plagge in seiner Begrüßungsrede, „aber vor allem sind wir eine starke, wirksame Wertegemeinschaft.“

...aber vor allem sind wir eine Wertegemeinschaft.

 
Seit der Gründung arbeitet Bioland mit einem ganzheitlichen Ansatz „vom Acker bis zum Teller“. Als erster Verband hat Bioland Richtlinien und Kontrollverfahren etabliert, lange bevor es eine EU-weite Regelung für einen gesetzlichen Mindeststandard für Bio-Lebensmittel gab. Bioland gibt es in Deutschland seit 50 Jahren, die Regionalgruppe in Südtirol kam 1991 dazu; elf Pioniere unterzeichneten damals die ersten Verträge mit Bioland Bayern.

Rudi Niedermayr vom Weingut Hof Gandberg in Eppan gehört zu jenen Landwirten, die Bioland Südtirol gründeten: „Bereits Mitte der 1980er Jahre waren wir – vorwiegend Obstbauern aus allen Teilen Südtirols – nicht mehr zufrieden mit dem herkömmlichen Anbau, wir wollten neue Wege gehen, eine praktikable Landwirtschaft betreiben, die gleichzeitig mit der Natur arbeitet,“ erinnert er sich. Der „Verein für Ökologie“ war damals der maßgebliche Umschlagplatz für den neuen Biogedanken, mit dabei nicht nur Bauern, sondern auch Wissenschaftler. „Uns war wichtig, dass wir auf gutem Boden standen und mit fachlichen Argumenten punkten konnten.“ Deswegen sei der Anschluss an den bereits seit 1971 bestehenden Gesamtverband Bioland Deutschland äußerst wertvoll gewesen.

Weil Bioland ein Bauernverband ist.


Für eine Mitgliedschaft bei Bioland Deutschland sprachen vor allem die bereits gefestigten Verbandsstrukturen und die Tatsache, dass es sich um einen Bauernverband handelte, sagt Josef Tinzl, der Gründungsobmann der Südtiroler: „Bioland stand damals wie heute für Energie und Vorwärtsstreben in der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft, und gerade dieses Bemühen um stete Weiterentwicklung spürt man heute wie vor 30 Jahren.“
Geboren wurde die Bioland Bewegung vor gut 80 Jahren in der Schweiz. Das Ehepaar Maria und Hans Müller entwickelte mit dem deutschen Arzt und Mikrobiologen Hans Peter Rusch die Grundlagen des organisch-biologischen Landbaus. Mit möglichst geschlossenen Betriebskreisläufen wollte Müller die Existenz der Bauern sichern. Das heißt, Kompost aus eigenen Pflanzen als Dünger nutzen, Tiere mit hofeigenem Futter ernähren, die Fruchtbarkeit des Bodens garantiert die Güte der Lebensmittel und damit die Gesundheit der Menschen.

Das Wunder Natur von Barbara Zanetti auf youtube


Pünktlich zum Jubiläum wurde das Video zum Lied „Wunder Natur“ von Barbara Zanetti im Internet veröffentlicht (https://youtu.be/A21yNoF35t8). Barbara Zanetti hat das Lied im Rahmen von 30 Jahre Bioland Südtirol als Hommage an die Natur und den Biolandbau geschrieben und musikalisch stimmig umgesetzt. 
Von 10 Uhr vormittags bis spät in den Nachmittag hinein gab es ein abwechslungreiches kulturelles, politisches und kulinarisches Programm: die Pioniere wurden geehrt, und eine Podiumsdiskussion (Landesrat Arnold Schuler, Bioland Südtirol Obmann Toni Riegler, Bioland Präsident Jan Plagge, Bioland Jungbäuerin Julia Fischer, Bioland Pionier Johann Tappeiner), zu Gegenwart und Zukunft der Landwirtschaft in Südtirol zeigte den kontroversen Stand der Dinge auf. Jan Plagge, seines Zeichens auch Vorsitzender der IFOAM EU-Gruppe in Brüssel, betonte die Wichtigkeit einer klaren und visionären Kommunikation. „Die Gesellschaft, aber auch wir Biobauern brauchen klare Ansagen von der Politik, gerade in Krisenzeiten bringt das Orientierung.“

Toni Riegler, Obmann von Bioland Südtirol sieht den Herausforderungen einer sich weiterentwickelnden Biolandwirtschaft mit Zuversicht entgegen: „Die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Tourismus, das Thema Bioregionen, Gentechnik und Pflanzenschutz, Tierwohl und Bodenfruchtbarkeit, die Themen gehen uns nicht aus,“ versichert er. „Ich richte zum Schluss einen Geburtstagswunsch an unsere maßgeblichen Politiker, und auch hier geht es um klare Ansagen. Wir wünschen uns ein deutliches Bekenntnis zur Werthaftigkeit von Biolebensmitteln aus Südtirol für Südtiroler*innen vonseiten der Landesregierung.“

 

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