Bioland-Woche Plankstetten

Fachvorträge und reger Austausch rund um den Biolandbau

Mit über 500 Landwirten aus ganz Bayern war die fünftägige Bioland-Woche Anfang Februar wieder im Kloster Plankstetten beheimatet. Bei elf Fachtagen ging es rund um die Bio-Landwirtschaft. Über 65 Referenten aus Wissenschaft, Beratung und Praxis hielten Vorträge zu produktionstechnischen und betriebswirtschaftlichen Themen auf fachlich hohem Niveau.

An die Klimafolgen anpassen

Die Klimafolgen in der Agrarwirtschaft wurden in mehreren Fachtagen diskutiert. Beim ÖKOmenischen Garten- und Gemüsebautag ging es darum, wie sich Schädlinge und Krankheiten bei steigenden Temperaturen bemerkbar machen. Bioland-Praktiker Thomas Schwab stellte seine Erfahrungen vor, Feldgemüse auf schweren Böden in sommertrockenen Regionen mit Tröpfchenbewässerung anzubauen.

Auch beim Ackerbauerntag ging es um die Herausforderungen durch Extremwetterlagen. Der österreichische Bio-Bauer Josef Jugovits wirtschaftet unter extrem trockenen Bedingungen: So fährt er eine sehr vielseitige Fruchtfolge, um das Ausfallrisiko zu minimieren, lockert den Boden bei der Aussaat nur streifenweise, um Wasserverluste zu vermeiden und bemüht sich um einen Humusaufbau zur Wasserspeicherung. Weiterhin wurden bei dem Fachtag neue Gentechnikmethoden wie CRISPR/CAS diskutiert. Die Bioland-Ackerbauberater boten beim „Marktplatz“ sieben Themen rund um den Bio-Ackerbau an. Die Teilnehmer konnten sich mit bis zu drei Themen beschäftigen, die sie besonders interessierten. 

Als Motor der Fruchtfolge nimmt Kleegras einen sehr hohen Stellenwert im Bio-Landbau ein – insbesondere bei viehlosen Betrieben. Beim Leguminosentag ging es daher unter anderem darum, wie Körnerleguminosen und Kleegras trotz Extremwetterlagen weiterhin diese wichtige Rolle ausfüllen können: Ganze Maßnahmenbündel und Lösungen von Aussaat bis zum Umbruch wurden vorgestellt. 

Weitere Themen 

Beim Fachtag Hofübergabe war deutlich zu spüren: Das Thema brennt Jung wie Alt unter den Nägeln. Der Fachtag gab den Teilnehmern Orientierung, welche Fragestellungen gerade bei einer außerfamiliären Hofnachfolge in Betracht gezogen werden sollten und wer Unterstützung bieten kann. Es wurde klar: eine Hofübergabe ist mit Begleitung leichter. 

Wie man über Social Media in einen engen Austausch mit Verbrauchern treten kann, darum ging es beim Direktvermarktertag. Die Kurse zum Einstieg in den Biolandbau zu den Themen Bio-Pflanzenbau, Bio-Tierhaltung und Bio-Imkerei waren für die Teilnehmer eine wichtige Hilfe. Weitere Fachtage beschäftigten sich mit Hopfenbau, Geflügel und Fleischrinder.

Mehr Raum für Austausch 

Diesmal gab es noch mehr Raum für Austausch und Gespräche, wie beim Treffen für Neumitglieder. Beim Jungen Bioland Treffenkamen 25 junge Landwirte zusammen, lernten sich kennen und tauschten sich über Themen wie Hofübergabe und die Jobsituation in der Bio-Branche aus. Das Junge Bioland Bayern gewinnt an Fahrt: Neue Mitglieder schließen sich dem Netzwerk an. Die Landwirte, die an der Bioland-Weiterbildung „Bodenpraktiker“ teilgenommen haben oder teilnehmen, tauschten ihre Erfahrungen aus, die sie seit Abschluss der Weiterbildung gesammelt haben und unterstützten sich so gegenseitig.

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