24.07.2019 Wilnsdorf/Wenden/Düsseldorf

Ministerin Heinen-Esser besuchte Bio-Bauern im Sieger- und Sauerland

NRW Landwirtschaftsministerin zu Besuch in NRWs stärkster Bio-Region

NRW Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen Esser besuchte am 22. Juli auf Einladung der Landesvereinigung Ökologischer Landbau Nordrhein-Westfalen e.V. (LVÖ NRW) Bio-Betriebe in NRWs stärkster Bio-Region im Südosten des Bundeslandes: Den Demeter-Betrieb der Betriebsgemeinschaft Birkenhof in Wilnsdorf im Siegerland sowie den Biokreis-Betrieb von Bernd Eichert in Wenden im Kreis Olpe.

"Ich bin beeindruckt, wie vielfältig das Angebot der Bio-Höfe ist. Die Landesregierung ist ein verlässlicher Partner der Ökolandwirtschaft. Wir wollen dem Ökolandbau in Nordrhein-Westfalen Planungssicherheit geben, ihn konsequent weiterentwickeln und dabei die regionale Wertschöpfung stärken", sagte die Ministerin bei ihrem Besuch.

Der Birkenhof in Wilnsdorf wird von drei Familien unter gemeinnütziger Trägerschaft geführt und beschäftigt rund 20 Mitarbeiter. Neben der Bewirtschaftung von 100 ha Acker- und Grünlandfläche sind die Milchviehhaltung und die mobile Haltung von Zweinutzungshühnern Betriebsschwerpunkte. Milchprodukte und Backwaren werden auf dem Demeter-Hof selbst hergestellt und genau wie das eigens angebaute Gemüse im Hofladen verkauft. Weiterhin bietet der Hof in acht Wohnungen barrierefreies Wohnen für 12 Personen. Bald wird es auch einen Kindergarten, ein Café sowie einen Veranstaltungsraum auf dem Birkenhof geben, wie Eckard Jungclaussen, Mitbegründer der Betriebsgemeinschaft, eindrucksvoll darstellte.

Bernd Eichert bewirtschaftet seinen Bio-Betrieb in Wenden-Bebbingen mit Mutterkuhhaltung im Nebenerwerb. Er ist Mitglied im Anbauverband Biokreis. Er hält 20 Mutterkühe der Rasse Limousin, bewirtschaftet 24 ha Grünland und gut einen ha Ackerland. Der Betriebsleiter versucht, den Betrieb mit Direktvermarktung und nachhaltiger Bewirtschaftung des Bodens zukunftsfähig zu machen.

Thematische Schwerpunkte der Betriebsbesuche waren neben dem weiteren Kennenlernen der Vielfalt ökologisch wirtschaftender Landwirtschaftsbetriebe in NRW auch die Absatzmöglichkeiten für Bioprodukte, die Grünlandbewirtschaftung, die Dürresituation, der Umgang mit dem Wolf sowie das Agrarinvestitionsförderprogramm.

Die stellvertretende Vorsitzende der LVÖ NRW Ute Rönnebeck erinnert nach dem Termin an eine grundlegende Zielvorgabe: "Wir möchten deutlich mehr Ökolandbau in NRW. Um Betriebe, die ökologisch wirtschaften, entsprechend zu unterstützen, braucht es auch ein Verständnis der täglichen Herausforderungen unserer Bio-Bauern. Deshalb freuen wir uns, Ministerin Heinen-Esser mit diesen Besuchen einen weiteren Eindruck von Biolandwirtschaft in NRW gegeben zu haben. Wir wünschen uns, dass Politik, Gesellschaft, Landwirtinnen und Landwirte gemeinsam für eine Ökologischere Ernährungswirtschaft arbeiten."

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