24.09.2014 Steinfurt

Bioland-Trockenobst vom Denkmalpflege-Werkhof in Steinfurt

Ökologisch, ökonomisch und sozial

Die Grundidee ist so einfach wie nachhaltig und sozial: Auf dem Denkmalpflege-Werkhof arbeiten Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte. Sie restaurieren Baumaterialien, erhalten Werkstoffe und recyceln. Ein neues, ehrgeiziges Projekt widmet sich nun der Herstellung von Bio-Trockenobst. Partner der Wahl für Vermarktung und Beratung ist Bioland, der größte deutsche Anbauverband für biologisch erzeugte Lebensmittel. Das Obst kommt von den eigenen Streuobstwiesen sowie von Zulieferern aus der Region.

Im neu gestarteten Projekt wird die Herstellung eines regionalen, nachhaltigen Bio-Produkts mit dem sozialen Aspekt der Qualifizierungs- und Arbeitsbeschaffung verbunden. Bislang standen die Gewinnung wiederverwertbarer Baumaterialien oder einfache Aufträge für Betriebe, wie Abbruch- und Räumungsarbeiten oder Packmaterialrecycling im Zentrum der Vereinsziele des Denkmalpflege-Werkhofs. Durch die Weiterverarbeitung von Äpfeln und Co. zu hochwertigem Bio-Trockenobst werden weitere feste wie saisonale Arbeitsplätze hinzukommen. Das soziale und ökonomische Profil des Werkhofs wird um eine ökologische Komponente erweitert.

300 neue Bäume für „Münsterländer Trockenobst“

Die vorhandenen Streuobstflächen werden durch Neuanlage rund um den Werkhof erweitert. Etwa 300 Obstbäume – in der Hauptsache Äpfel – werden hier demnächst gesetzt. Auch die zur Verarbeitung notwendigen Räumlichkeiten für Kühlung, Trocknung und Lagerung befinden sich derzeit im Auf- und Ausbau. Das fertige Trockenobst geht als neue lokale Marke Münsterländer Trockenobst an den Markt. Auch das eine Neuheit, denn in Deutschland wird so gut wie kein Trockenobst produziert. Vor allem nicht regional und Bio.

„Die Zusammenarbeit mit Bioland passt ideal in unser Grundkonzept“, betont daher der Geschäftsführer des Werkhofs, Günter Borowski. „Wie Bioland legen auch wir größten Wert auf einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und setzen auf langfristige Kooperation.“ Und umgekehrt, Müllvermeidung, Umweltschutz, eine ökologische Lebensmittelerzeugung und dazu Perspektiven für Menschen – das überzeugt auch den Bioland NRW-Vorsitzenden Heinz-Josef Thuneke: „Das Projekt ist ein Musterbeispiel für eine regionale Wertschöpfungskette. Es leistet einen Beitrag zum Erhalt von Streuobstwiesen, vermeidet klimaschädliche Transportwege und schafft hohe Transparenz gegenüber dem Verbraucher“.  

Als zusätzlicher Baustein des Projekts werden die lokale Bienenzucht und Imkerei mit eingebunden. Die Bestäubung der Obstbäume wird gefördert, die Bienen erhalten neue Lebens-räume.

Bioland Nordrhein-Westfalen e.V.
Im Hagen 5, 59069 Hamm-Süddinker

Annette Angenendt - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jan Leifert - Geschäftsführer

Tel. 02385 935418
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