16.09.2016 München/Augsburg

Triesdorfer Tiger „Tanja“ auf der Landestierschau auf dem ZLF

Bioland auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest ZLF

Kuh Tanja ist ein waschechter Triesdorfer Tiger, auch bekannt als Ansbach-Triesdorfer, eine altfränkische vom Aussterben bedrohte Hausrinderrasse. Sie ist vom 17. bis 25. September auf der Landestierschau in der Tierhalle auf dem ZLF in München live zu erleben. Kuh Tanja lebt auf dem Bioland-Betrieb von Hermann und Tanja Zeller in Ipsheim (Mittelfranken) und genießt die ganze Saison über den Weidegang (Foto: Thomas Sadler/LfL)
Bei der Landestierschau auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest vom 17. bis 25. September 2016 sind dieses Jahr wieder einige seltene, alte Rassen zu sehen. Darunter auch Kuh „Tanja“, ein waschechter Triesdorfer Tiger, auch bekannt als Ansbach-Triesdorfer, eine altfränkische Hausrinderrasse.

Der Bioland-Bauer Hermann Zeller und seine Frau Tanja aus Ipsheim (Mittelfranken) sind zwei der wenigen Landwirte, die das Ansbach-Triesdorfer Rind noch züchten. Diese waren Mitte des 19. Jahrhunderts eine populäre Dreinutzungsrasse, die für die Fleisch- und Milchproduktion und als Zugtier genutzt wurde. Inzwischen befindet sich die Rasse aber auf der Roten Liste der gefährdeten Haustierrassen. Von der sehr schönen Rasse existieren heute nur noch um die 100 Tiere. Die Art gilt deshalb als extrem gefährdet.

Familie Zeller engagiert sich dafür, diese besondere Rinderrasse zu bewahren und weiterzuzüchten. Kuh „Tanja“ lebt mit vier weiteren Kühen der gefährdeten Haustierrasse und mit 45 Fleckvieh-Milchkühen auf dem mittelfränkischen Bioland-Betrieb.

Kuh „Tanja“ liebt den Weidegang und hat gutes Fleisch

Bei Zellers leben die Tiere die ganze Saison über auf der Weide. Durch ihre harten Klauen ist die Rasse „Triesdorfer Tiger“ für die Weidehaltung besonders geeignet. „Die Tiger überzeugen mich außerdem durch ihre Frohwüchsigkeit, ihre Robustheit, ihre Langlebigkeit und ihre Genügsamkeit. Sie erreichen aus dem Grundfutter wie Weidegras, Heu und Silage eine gute Leistung“, so Hermann Zeller.

Auch das Fleisch ist von guter Qualität. Damit zukünftig wieder mehr Menschen in den Genuss des Fleisches kommen, engagiert sich das Ehepaar Zeller zusammen mit anderen Landwirten, Gastwirten, Händlern und Metzgern beim Aufbau einer Erzeuger- und Vermarktergemeinchaft für das Ansbach-Triesdorfer Tigerrind.

Engagement für Erhalt der Artenvielfalt

„Hermann und Tanja Zeller setzen sich für gefährdete Haustierrassen ein und helfen so, die biologische Artenvielfalt zu bewahren“, freut sich Josef Wetzstein, Bioland Landesvorsitzender Bayern. „Der Erhalt der Artenvielfalt ist Grundlage für die Ernährungssicherheit und eine wertvolle gesellschaftliche Leistung. Ich danke Familie Zeller, dass sie Kuh „Tanja“ bei der Landestierschau auf dem ZLF vorstellt und somit ihr Wissen um seltene und gefährdete Haustierrassen an interessierte Besucher weitergibt“, so Wetzstein weiter.

Bioland-Tiere in der Tierhalle gekennzeichnet

Dieses und einige weitere Bioland-Tiere können Besucher in der Tierhalle 14 auf dem ZLF hautnah erleben. Alle Bioland-Tiere sind mit einem extra Hinweisschild gekennzeichnet und sind so leicht zu entdecken.

Bioland-TREFFPUNKT und Bio-Schmankerl im Öko-Zelt 3

Wer noch mehr über den Biolandbau erfahren möchte, ist herzlich zu einem Besuch des Bioland-TREFFPUNKTs im Öko-Zelt 3, Stand 407 eingeladen. Der Bioland-TREFFPUNKT ist Dreh- und Angelpunkt für alle, die sich über den Biolandbau informieren und mit Praktikern ins Gespräch kommen wollen. Außerdem können sich Verbraucher täglich von 9 bis 18 Uhr im Öko-Zelt 3 von der Qualität der Bioland-Lebensmittel überzeugen und bayerische Bio-Schmankerl genießen.

Bioland-TREFFPUNKT im Öko-Zelt 3, Stand 407 während des Zentral-Landwirtschafts-Fests ZLF, 17. bis 25. September 2016, täglich 09.00 bis 18.00 Uhr, Münchener Theresienwiese.

 

 

Bioland Bayern e.V.
Auf dem Kreuz 58, 86152 Augsburg

Katja Gilbert - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Josef Wetzstein - Geschäftsführer

Tel. 0821 346800
Fax 0821 34680120
E-Mail: info(at)bioland-bayern.de

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