Der Landesverband Bayern

Volksbegehren Artenvielfalt wird Gesetz. Großer Meilenstein für die Ökologisierung der bayerischen Landwirtschaft

Der gestrige 3. April 2019 brachte Klarheit über den weiteren Gesetzgebungsprozess: Die bayerische Regierungskoalition aus CSU und Freien Wählern wird den Gesetzentwurf des Volksbegehrens Artenvielfalt zur Änderung des Bayerischen Naturschutzgesetzes in vollem Umfang 1:1 komplett und unverändert annehmen. Zusätzlich sollen weitere richtungsweisende Maßnahmen in einem weiteren „Zusatz“-Gesetz beschlossen werden.

Dies haben gestern Ministerpräsident Markus Söder, der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger sowie die Fraktionsvorsitzenden der Regierungskoalition von CSU und Freien Wähler Thomas Kreuzer (CSU) und Florian Streibl (FW) erklärt. Die Landtagsfraktion von CSU hatte diesem Vorgehen zuvor einstimmig, die der Freien Wähler mehrheitlich zugestimmt.

In einem „Zusatz-Gesetz“ sollen weitere konkrete, über den Bereich der Landwirtschaft hinausgehende Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt in verschiedenen Bereichen auf den Weg gebracht werden. Details hierzu sollen noch erarbeitet werden – gemeinsam mit dem Runden Tisch, der auch weiterhin arbeiten und seine Ideen beim Gesetzgebungsprozess einbringen soll. Wir sind über die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ Bayern) am Runden Tisch vertreten.

Es wurde mehrfach betont, die Förderung der Artenvielfalt sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, daher seien auch Städte, Gemeinden, Kommunen, Kirchen und Privathaushalte in der Verantwortung, ihren Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt zu leisten.

Am 8.Mai sollen beide Gesetze in erster Lesung in den Landtag eingebracht werden. Bis zum Sommer soll das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen sein. „Wir machen keine halben Sachen mehr“, versprach Ministerpräsident Söder. Mit der Annahme des Volksbegehrens Artenvielfalt durch den Landtag wird ein zusätzlicher Volksentscheid überflüssig.

Bioland Landesvorstand Bayern begrüßt die geplante Annahme des Volksbegehrens

Der Bioland Landesvorstand Bayern begrüßt die geplante Annahme des Volksbegehrens für mehr Artenvielfalt durch den Landtag. Auch die Ergänzung durch ein zusätzliches Gesetz bietet die Möglichkeit, über das neue bayerische Naturschutzgesetz hinaus die Artenvielfalt zu fördern.

„Bayern bewegt sich. Die aktuelle Entwicklung ist eine große Chance für die Förderung der Artenvielfalt und die weitere und notwendige Ökologisierung der Landwirtschaft“, so Bioland Landesvorsitzender Josef Wetzstein. Bioland hatte gemeinsam mit den anderen Öko-Verbänden über die LVÖ das Volksbegehren tatkräftig unterstützt.

Mit einer Rekordbeteiligung am Volksbegehren Artenvielfalt hatte die bayerische Bevölkerung Ministerpräsident Söder und die Staatsregierung unter Zugzwang gesetzt. Mehr als 1,75 Millionen Menschen oder 18,3 Prozent aller Stimmberechtigten forderten mit ihrer Unterschrift konkretes politisches Handeln für mehr Artenvielfalt ein. Die fast zwei Millionen Menschen haben erreicht, dass die bayerische Staatsregierung und der Landtag jetzt die Anliegen des Volksbegehrens übernehmen.

Hier lesen Sie die Pressemitteilung der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern.

Aufruf: Vom 31.01. bis 13.02.2019 beim Volksbegehren Artenvielfalt unterschreiben!

Die ersten zwei Wochen im Februar 2019 sind für die Bayern entscheidend: vom 31.01. bis 13.02.2019 kann man für das Volksbegehren zum Schutz und zur Förderung der Artenvielfalt „Rettet die Bienen!“ im Rathaus unterschreiben.

Das Volksbegehren will die Artenvielfalt in Bayern schützen und fördern, indem das Bayerische Naturschutzgesetz verändert wird. So ist ein Ziel, den Biolandbau von aktuell 10% auf 30% bis zum Jahr 2030 auszubauen.

In einem Offenen Brief ruft der Landesverband Bayern seine Mitglieder und die Bevökerung dazu auf, das Begehren zu unterschreiben. Auch Bioland-Bauern sprechen sich in einem Video für das Begehren aus.

Nur wenn sich mindestens 10 Prozent der Wahlberechtigten persönlich in den Rathäusern eintragen – das sind etwa 1 Million Wahlberechtigte – ist das Volksbegehren erfolgreich. Dann kommt es binnen sechs Monate zu einem Volksentscheid, bei dem die Teilnehmer über den Gesetzesvorschlag zur Änderung des Bayerischen Naturschutzgesetzes abstimmen. Stimmt die Mehrheit der Teilnehmer am Volksentscheid für den Gesetzesvorschlag, ist der Antrag bestätigt und die Gesetzesänderung unmittelbar geltendes Recht.

Wie wichtig das Volksbegehren ist, machen weitere Landwirte in klaren Statements deutlich.

Das Volksbegehren ist eine Initiative von ÖDP, Landesbund für Vogelschutz und BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN. Die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ Bayern), der Bioland Landesverband Bayern und mehr als 100 weitere Bündnispartner unterstützen das Volksbegehren.

Bioland Bayern ruft Mitglieder zur Teilnahme am Volksbegehren auf

Tragen Sie sich vom 31.01. bis 13.02.2019 im Rathaus ihrer Heimatgemeinde für das Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen!“ ein. Motivieren Sie Familie, Freunde und Bekannte, sich ebenfalls einzutragen.

Tipp: Wann hat mein Rathaus geöffnet?

Wo das eigene Rathaus ist und wann es geöffnet hat, findet man schnell über den „Rathausfinder“ auf volksbegehren-artenvielfalt.de.

Mehr Informationen: volksbegehren-artenvielfalt.de und www.facebook.com/volksbegehrenartenvielfalt/

Jetzt schon vormerken!

Sehr geehrte Bioland-Mitglieder und Interessierte am Biolandbau,

wir laden Sie vom 3. bis 7. Februar 2019 herzlich ein zur Bioland-Woche im Kloster Plankstetten.

Erfolgreiche Betriebsführung, aktuelle Marktentwicklung, neue Innovationen - dies sind einige der Themen, die Bioland-Landwirte bewegen. Die Bioland-Woche 2019 als Plattform für den Wissensaustausch zeigt aktuelle Entwicklungen auf und bietet Impulse für den eigenen Betrieb.

Das Fachprogramm ist vielseitig: Kompetente Referenten aus Wissenschaft, Beratung, Wirtschaft und Praxis informieren an fünf Tagen in 14 Fachveranstaltungen über aktuelle Themen des Biolandbaus und geben Denkanstöße für betriebliche Entscheidungen. Dabei können die Teilnehmer je nach Interesse zwischen verschiedenen Fachtagen wechseln. Für interessierte Landwirte gibt es dieses Jahr auch wieder drei Einführungskurse.

Kontakte knüpfen, mit Kollegen und Referenten fachlich und persönlich ins Gespräch kommen, sich austauschen und diskutieren - das alles ist die Bioland-Woche. Sie verbindet langjährige und neue Mitglieder und am Biolandbau interessierte Menschen aus ganz Bayern.

Beim traditionellen Verbandsabend ehren wir auch dieses Jahr wieder Mitglieder, die sich vorbildhaft und in besonders herausragender Weise um die Weiterentwicklung des Biolandbaus in Bayern verdient gemacht haben. Wir freuen uns, Sie bei der Bioland-Woche in Plankstetten begrüßen zu dürfen!

Für das Vorbereitungsteam

Josef Wetzstein

Bioland Landesvorsitzender

Klarwerden über persönliche und berufliche Ziele und Werte, die Persönlichkeit und ein eigenes Zukunftsprojekt entwickeln: All das bietet der „Feuersteiner Intensivkurs 2019“ für junge Menschen ab 17 Jahren, die ihre berufliche Zukunft im Biolandbau oder in der Bio-Branche sehen. Es finden 5 Module mit insgesamt 21 Seminartagen im Laufe des Jahres 2019 in der Fränkischen Schweiz statt. Interessierte können sich bereits jetzt melden.

Bioland baut Angebote für junge Leute aus, die ihre persönliche Zukunft im Biolandbau oder in der Bio-Branche sehen. Deswegen gibt es 2019 in der Fränkischen Schweiz erstmals den „Intensivkurs“ für junge Menschen, die die eigene Persönlichkeit und Perspektiven für sich im Biolandbau entwickeln wollen. Der Kurs nimmt die Persönlichkeitsbildung und die Entwicklung eines eigenen Zukunftsprojektes in den Blick.

An 5 Modulen mit insgesamt 21 Seminartagen - verteilt über das ganze Jahr 2019 - beschäftigen sich die Teilnehmer mit ihren persönlichen und beruflichen Zielen und Werten und erwerben Kompetenzen in Auftreten und Präsentation, Argumentieren und Konfliktmanagement, Kommunikation und Kooperation, Zeit- und Selbstmanagement, Teamentwicklung und Führung.

Der Kurs bietet die Möglichkeit, sich intensiv mit Unternehmensphilosophie und Strategien zur Betriebsentwicklung, Perspektiven für die Bio-Landwirtschaft, der Bedeutung von Innovationen, Möglichkeiten des politischen Engagements vor Ort und nachhaltiger Gesellschaftsentwicklung zu auseinanderzusetzen. Der Kurs findet in Zusammenarbeit mit der Katholischen Landvolkshochschule Feuerstein, Ebermannstadt (Oberfranken) statt.

Teilnehmen können junge Menschen ab 17 Jahren in einer Ausbildung oder mit abgeschlossener Ausbildung im landwirtschaftlichen Bereich (z. B. Landwirtschaftsschulen, Öko-Fachschulen, Meisterschulen, duale Studiengänge, Hochschulen o. ä.), Quereinsteiger (z. B. Öko-BiLa) und Interessierte.

Weitere Infos hier.

Interessierte können sich bereits jetzt melden unter Tel.: 09194/7363-0 und per Mail an zentrale(at)klvhs-feuerstein.de. Mehr Infos: www.klvhs-feuerstein.de und www.bioland.de/ly/by.

 

 

Aktuelles:

Die Anmeldung zum Bodenpraktiker 2019 läuft

Das Programm für die Bioland Wintertagung 2019 in Plankstetten ist jetzt verfügbar.

 

 

Wichtige Infos: 

ÖKO-KULAP: Die Förderprogramme für Bio-Betriebe. Mehr Informationen zur Agrarförderung finden Sie im Förderwegweiser des Landwirtschaftsministeriums. Einfach hier klicken.

Der Bioland-Vorstand Bayern stellt sich vor!

Hier finden Sie unsere Bayerischen Bioland-Umstellungsberater auf einen Blick!

Nachrichten

Nächste Veranstaltungen:

  • 24.07.2019 | 10:00 Uhr bis 24.07.2019 | 17:00 Uhr

    Fachexkursion Ökologischer Hopfenanbau in Franken

    90542 Eckental − Herpersdorf

    Die Fachexkursion ökologischer Hopfenanbau 2019 geht in die Fränkische Schweiz. Besucht werden die Betriebe Bioland-Hof Eckert und Bio-Hof Franz Friedrich und deren Hopfengär-ten werden besichtigt. Schwerpunkte sind dabei die Bekämpfung der Hopfenblattlaus, Rückstandsuntersuchungen von Quassia, Einsatz und Etablierung von Raubmilben, Maß-nahmen zur Regulierung des Erdflohs sowie Humusaufbau zur Erhöhung der Wasserspei-cherkapazität der Böden.

    Zum Download: 2019_07_24_Hopfenexkursion Franken_Einladung
    Ort: Bioland-Hof Eckert, Färberstr. 3, 90542 Eckental − Herpersdorf
    Kontakt: Bitte per E-Mail, Post oder Fax an:, Bioland Erzeugerring Bayern e.V., zu Hd. Carina Bichler, Auf dem Kreuz 58, 86152 Augsburg, Fax: 0821/34680-135, veranstaltung-bayern@bioland.de

    Anfrage

  • 30.07.2019 | 10:00 Uhr bis 30.07.2019 | 16:30 Uhr

    Biodiversität im Ökolandbau - Streuwiesen

    87509 Immenstadt Ratholz

    Streuwiesen bieten vielen bedrohten Pflanzen und Tieren einen einzigartigen Lebensraum. Die Exkursion bietet die Möglichkeit sich über die Vorteile der ökologischen Wirtschaftswei-se der Streuwiesenbewirtschaftung, der Flora und Fauna der Streuwiesen, Grundsätze der Pflege und Nutzung von Streuwiesen, aktuellen Förderprogrammen (Erschwernisausgleich, VNP, Landschaftspflegeprogramm), der Technikkette Streuwiese (Bergung, Trocknung, Lage-rung, Einstreu, Mist/Kompost) und zu aktuellem Forschungs- und Beratungsbedarf einen Überblick zu verschaffen.

    Zum Download: 2019_07_30_Streuwiesenexkursion_Allgaeu_Einladung
    Ort: Bioland-Hof Kilian Rist, Ratholz 2, 87509 Immenstadt Ratholz
    Kontakt: Bitte per E-Mail, Post oder Fax an:, Bioland Erzeugerring Bayern e.V., zu Hd. Carina Bichler, Auf dem Kreuz 58, 86152 Augsburg, Fax: 0821/34680-135, veranstaltung-bayern@bioland.de

    Anfrage

  • 16.08.2019 | 13:00 Uhr bis 16.08.2019 | 19:00 Uhr

    Kartoffeltag in Reischach

    39031 Reischach/Bruneck

    Am Freitag, 16. August 2019 findet der Bioland Kartoffeltag im Pustertal statt. Als Experte wird der Bioland Kartoffelbauberater Christian Landzettel aus Bayern anwesend sein. Heuer liegt der Schwerpunkt des Kartoffeltages bei der Ernte und letzte Schritte vor der Ernte der Kartoffeln. Besucht werden die Bioland Betriebe von Tasser Christoph (Unterhuberhof) und Oberheinricher Sabine und Marco Perri (Tschoggler), beide aus Reischach. Am Unterhuberhof finden wir ca. 0,4ha mit den Sorten Anuschka, Melba, Laura, Goldmarie und Linda vor. Beim Tschoggler werden auf ca. 0,7 ha die Sorten Laura, Melba, Anuschka und Goldmarie angebaut. Die Bestände sind zum Zeitpunkt der Veranstaltung voraussichtlich z.T. bald erntereif und z.T. noch grün und müssen also bis zur Ernte noch begleitet werden. <br> <br>Herr Landzettel wird über die Schwierigkeiten, Möglichkeiten, Kulturführung und Pflanzenschutz der verschiedenen Sorten referieren. Die Veranstaltung soll auch genutzt werden um Tipps direkt vom Experten, vor der Ernte und Lagerung der eigenen Kartoffeln einholen zu können. Am Ende wird Herr Landzettel in einer Diskussion in gemütlicher Runde auf jegliche Frage zum Thema Kartoffelanbau eingehen. <br>

    Ort: Unterhubenhof, Hubenweg 17, 39031 Reischach/Bruneck
    Kontakt: daniele.piscopiello@bioland-suedtirol.it, daniele.piscopiello@bioland-suedtirol.it

    Anfrage