21.05.2019 Düsseldorf

"Ökolandbau muss sich auch entwickeln können"

Zu den geplanten Änderungen des Landesentwicklungsplans NRW

Die NRW Landesregierung hat einen Entwurf zur Änderung des Landesentwicklungsplans vorgelegt, der vergangene Woche in Düsseldorf beraten wurde. Die Landesvereinigung Ökologischer Landbau NRW sieht in dem vorliegenden Entwurf erhebliche Verschlechterungen der Entwicklungschancen ökologischer Landwirtschaft in NRW. Insbesondere die Streichung des bisherigen Grundsatzes, den Flächenverbrauch auf 5 ha pro Tag zu begrenzen, wirkt einer von der LVÖ angestrebten Entwicklung, die das bevölkerungsreichste Bundesland ökologisch vielfältig gestaltet und für seine Bewohner ausreichende Naherholung bietet, entgegen.

"Es ist völlig inakzeptabel, dass die Landesregierung den Landesentwicklungsplan ohne Berücksichtigung landwirtschaftlicher und ökologischer Bedarfe ändern möchte", sagt der LVÖ Vorsitzende Jan Leifert. "Wir brauchen zwingend eine klare Zielvorgabe, den Flächenverbrauch so zu begrenzen, dass wir den aktuellen Herausforderungen in Bezug auf Klima-, Arten,- Gewässer-, und Grundwasserschutz gerecht werden können. Der Ökolandbau leistet dazu einen wegweisenden Beitrag und muss sich auch entwickeln können. Der ländliche Raum muss wertvoller Erholungsbereich bleiben. Außerdem steigt der Bedarf an regional erzeugten Lebensmitteln. Es ist deshalb von gesamtgesellschaftlichem Interesse und größter Bedeutung, Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen im engsten Wortsinn nicht zu verbauen."

Nordrhein-Westfalen liegt mit seinen durchschnittlichen Kauf- und Pachtpreisen für Ackerland an der Spitze der Bunderepublik. Schon heute stehen ökologisch wirtschaftende Betriebe vor dem Problem, Flächenverluste durch fortschreitenden Flächenverbrauch nicht kompensieren zu können, geschweige denn ihre Betriebsfläche erweitern zu können.

"Ich möchte alle Menschen, denen die ökologische Entwicklung unseres NRW am Herzen liegt, ermutigen, ihre politischen Vertreter vor Ort anzusprechen", appelliert Leifert. "Die Änderungen sind noch nicht beschlossen. Die Abgeordneten des Landtags könnten sich noch dagegen entscheiden. Als Volksvertreter sollten sie im Sinne der Bürger entscheiden."

Bioland Nordrhein-Westfalen e.V.
Im Hagen 5, 59069 Hamm-Süddinker

Annette Angenendt - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jan Leifert - Geschäftsführer

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