25.10.2019 Mainz/St. Wendel

Der Martinshof St. Wendel eröffnet neuen Hofladen und wurde bei der Bioland Wurst-Qualitätsprüfung ausgezeichnet

Bioland prämiert die beste Biowurst und das beste Biofleisch seiner Partnerbetriebe. Bei der 6. Qualitätsprüfung haben zehn Bioland-Metzger und Fleischer aus ganz Deutschland, darunter die Martinshof Bio-Metzgerei GmbH aus dem saarländischen St. Wendel, ihre Produkte zur Bewertung eingereicht. Die Jury, bestehend aus drei Sachverständigen der Kulmbacher Fleischermeisterschule sowie Hermann Jakob, dem Leiter der Meisterschule für Fleischer in Kulmbach, überprüften die 46, unter höchsten Bioland-Standards hergestellten Produkte auf Aussehen, Farbe, Konsistenz, Geruch, Individualität und Geschmack.

„Die Herstellung von Biowurst nach unseren Bioland-Richtlinien ist schon eine Herausforderung! Nur wer sein Handwerk versteht, kann ohne Zusatz- und Hilfsstoffe wie Phosphate und Nitritpökelsalz eine Spitzenqualität herstellen“, erklärt Annika Bruhn, Fachberaterin Herstellung Fleisch bei Bioland.

In diesem Jahr holten die Bioland-Metzger und Fleischer 24 mal Gold, 11 mal Silber und fünfmal Bronze. Darunter eben der Martinshof, welcher gleich vier Goldmedaillen abräumen konnte: Für den luftgetrockneten Schinken, sein Leber- und Blutwurst sowie – wie sich das für einen echten saarländischen Betrieb gehört – für den Lyoner.

Gerhard Kempf ist stolz auf die Auszeichnung, aber vor allem auf sich und sein Team: „Wir haben uns dieses Jahr für "einfache" Standardsorten entschieden, weil es gerade bei diesen eine große Konkurrenz gibt und man sich gegenüber den konventionell hergestellten Sorten beweisen muss - gerade, wenn die Kunden "Bio-Wurst-Neulinge" sind!“. Im Rahmen der Eröffnung einer weiteren „Hofladen-Außenstelle“ im Globus Markt St. Wendel wurden die Urkunden feierlich überreicht.

Bereits seit 1987 fährt der Martinshof mit seinem Hauslieferservice, heute als Bio-Bus bekannt, direkt zu seiner Kundschaft nach Hause. 1998 eröffneten Gerhard Kempf und sein Team in der saarländischen Landeshauptstadt den Stadtladen, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Nun kommen sie mit einem weiterer „Außenstelle“ vom Stadtrand in St. Wendel-Osterbrücken in die Kernstadt St. Wendel: Am Donnerstag, den 24. Oktober 2019 eröffnete der Martinshof im Globus SB-Warenhaus einen eigenen Laden. Zu finden gibt es dort eine riesige Auswahl an Bioland Fleisch- und Wurstwaren aus der hofeigenen Metzgerei, Ziegenmilch-Spezialitäten aus der Hofmolkerei, sowie Spezialitäten von anderen regionalen und überregionalen Herstellern. Alles Bio, natürlich. Zur Eröffnung haben die Betreiber Ehrengäste aus dem Umweltministerium, den Bioland Landesvorstand, sowie weitere Akteure aus der regionalen Biolandwirtschaft eingeladen.

Bioland-Betrieb Martinshof Bio-Metzgerei GmbH, In der Brombach 6, 66606 St. Wendel-Osterbrücken. Mehr Infos zum Martinshof finden Sie außerdem unter www.martinshof.de. Eine Auflistung aller ausgezeichneten Bioland-Metzgereien und -Fleischereien findet sich hier.

Die Qualitätsprüfung findet alle zwei Jahre statt. Teilnehmen können alle fleischverarbei-tenden Bioland-Betriebe, die Rind-, Schweine-, Lamm- oder Geflügelfleisch verarbeiten und Wurstprodukte aus eigener Herstellung anbieten. Geprüft wird sensorisch nach DLG-Prüfschema mit einem 100-Punkte-Schlüssel. Zum Bestehen der Prüfung muss das Produkt mindestens 82 Punkte erzielen. Zu jedem bestandenen Produkt erhält der Betrieb eine Urkunde in Gold (100 Punkte), Silber (99,8 – 92 Punkte) oder Bronze (bis 82 Punkte).

Weitere Informationen zum Bioland-Metzgerhandwerk finden sich in dieser Reportage aus dem Bioland-Onlinemagazin IM FOKUS.

Hintergrund

Bei Bioland kommen nur ausgewählte Zutaten und Zusatzstoffe in die Wurst. Um die Qualität der Bioland-Rohstoffe in der Verarbeitung zu erhalten, sind nur solche Verfahren erlaubt, die die Inhaltsstoffe der Lebensmittel optimal erhalten. Zudem sind für die Herstellung von Bioland-Produkten nur 22 der insgesamt 316 Lebensmittelzusatzstoffe, die derzeit in der EU zugelassen sind, erlaubt. Für die Wurstherstellung nach Bioland-Richtlinien sind nur sieben Zusatz- und Hilfsstoffe zugelassen. In Bioland-Wurstwaren finden sich kein Nitritpökelsalz, keine Geschmacksverstärker, keine Antioxidationsmittel oder Phosphate. Stattdessen arbeiten Bioland-Metzger und -Fleischer mit bewährten handwerklichen Verfahren und traditionellen Rezepturen. Dazu bedarf es handwerklichen Könnens, Fachwissens und Leidenschaft.

Foto: Gerhard Kempf (privat)

Bioland Rheinland-Pfalz/Saarland e.V.
Kaiserstraße 18, 55116 Mainz

Lukas Boersen - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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