Projektmitarbeiter und Naturschutzberater Wolf Gutmann erklärt den Kindern, worum es bei der Aussaataktion geht. Foto: Bioland.

Schüler lassen Feldränder blühen: Aussaat-Aktion zum Erhalt der Artenvielfalt und des Insektenreichtums mit Bioland Hessen e.V. und der Jugendbildungsstätte des Klosters Gnadenthal

Schüler und Schülerinnen der Klassen 5 und 8 der Schule im Emsbachtal aus Niederbrechen lassen Feldränder in Gnadenthal aufblühen: Sie säten vergangenen Freitag auf dem Biolandhof der Familie Heberlein eine artenreiche Samenmischung auf insgesamt 300 qm Randstreifen und legten somit neue Säume an. Die Aussaataktion fand im Rahmen eines vom hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geförderten Projektes statt, das zum Ziel hat, zusammen mit Landwirten und Landwirtinnen vor Ort die ehemals artenreichen Randstrukturen an Wiesen und Feldern wiederzubeleben, sogenannte „Säume und Raine“.

„Ich freue mich, einen kleinen Beitrag zum Erhalt der hessischen Artenvielfalt leisten zu können“, so Heinrich Heberlein. „Aber auch Blühflächen müssen gepflegt werden. Ungepflegte Flächen sind Risikoflächen, weil sich dort Problempflanzen, wie z.B. das Jakobskreuzkraut, ansiedeln können.“ Als Landwirt sucht er dafür nach praktikablen Lösungen und konnte den Schulkindern einen Saumstreifen zeigen, der so angelegt ist, dass er mit den Maschinen des Kräuterbetriebes gepflegt werden kann.
Irmgard und Heinrich Heberlein wollen auf ihrem Betrieb aktiv etwas für die Artenvielfalt tun und beteiligten sich deshalb mit Unterstützung des Projektmitarbeiters und Bioland-Naturschutzberaters Wolf Gutmann und der Jugendbildungsstätte Nehemia-Hof des Klosters Gnadenthal, an dem Projekt. Bei der Aussaat-Aktion wurden die Schüler*innen zunächst über die ökologischen Vorteile eines Saumes informiert und über die wichtige Rolle von Grünland als Kohlenstoffspeicher. Dieser Speicher wirkt dem Klimawandel entgegen. Im Anschluss säten sie zusammen mit dem Landwirt das Saatgut selber aus. Später bastelten sie eine Samentüte und nahmen Saatgut für jeweils 1 qm Blumenwiese zum selbstaussäen nachhause mit. Das immer wichtiger werdende Thema Klimawandel und Biodiversität in der Landwirtschaft soll auch schon der jungen Generation nähergebracht werden. Dank eines Projektes des Landkreises Limburg-Weilburg ist besonders der Klimaschutz für Schüler*innen der Schule im Emsbachtal in Niederbrechen ein regelmäßiger Lehrinhalt im außerschulischen Unterricht auf dem Hofgut Gnadenthal.

Heinrich und Irmgard Heberlein schaffen mit der Anlage neuer Säume einen Lebensraum für heimische Wildkräuter und Insekten. Auf knapp sechs Hektar bauen sie Teekräuter in Bioland-Qualität an. Doch schon immer achteten sie auch auf die Natur am Rande, auf die wilden Kräuter um die Anbauflächen. Für Heberleins ist klar: Die Artenvielfalt unserer Kulturlandschaft, der Reichtum an Pflanzen und Insekten, kann nur erhalten bleiben, wenn die Landschaft richtig gepflegt wird – auch neben den Ackerflächen und Wiesen, an den Säumen und Rainen.

Haben Sie Interesse an weiteren Mitmachaktionen? Oder möchten Sie Infos zum Projekt? Dann wenden Sie sich bitte an Wolf Gutmann, Naturschutzberater und Projektmitarbeiter, Telefon: 0661 48043621, oder wolf.gutmann@bioland.de
 

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