Nachhaltigkeit

Eine Zukunftsaufgabe für Politik, Gesellschaft und Wissenschaft ist es, die Herausforderungen bei der nachhaltigen Ausgestaltung der Landwirtschaft anzugehen. Dabei geht es insbesondere um den Erhalt landwirtschaftlicher Betriebe sowie darum, den weiteren landwirtschaftlichen Strukturwandel möglichst sozial- und umweltverträglich zu gestalten. Die Forschungsabteilung bei Bioland ist Teil dieses Prozesses. Wir forschen zu Methoden mit denen die ökologischen, sozialen und ökonomischen Leistungen der Landwirtschaft bewertet werden können. Darüber werden Stärken und Schwächen dargestellt und so eine Grundlage für Veränderungen und Förderung gelegt.


UGÖ

Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen – dies fordert die Bio-Branche seit Jahren von der Politik.

Dafür braucht es konkrete Konzepte als Alternative zur förderpolitischen Gießkanne. Im Mai 2020 wurde dafür das Projekt „Entwicklung eines Gesamtkonzeptes zur leistungsdifferenzierten und kohärenten Honorierung von Umweltleistungen des ökologischen Landbaus“ (UGÖ) gestartet. Es steht unter der Leitung von Jürn Sanders vom Thünen Institut für Betriebswirtschaft.
Es baut auf die Erkenntnisse des Projekts „Leistungen des ökologischen Landbaus für Umwelt und Gesellschaft“ auf. Ziel ist es, ein Honorierungskonzept zu entwickeln, das finanzielle Anreize bietet, Bewirtschaftungspraktiken umzusetzen, die über die gesetzlichen Öko-Mindestbedingungen hinausgehen. Dies kann zum Beispiel die Mehrleistungen von Verbandsbetrieben besser abbilden als die bisherige Förderung und soll als Beispiel für die gesamte Landwirtschaft dienen.
Um die spätere Umsetzung des neuen Honorierungskonzeptes zu erleichtern, sollen die Vorstellungen und Erfahrungen der landwirtschaftlichen Praxis und der Agrarverwaltung von Beginn an mitberücksichtigt werden. Dafür ist in diesem Projekt Bioland als Praxispartner aufgenommen worden, um im Zuge von Workshops und Testläufen Fachleute und Betriebe mit einzubeziehen. Sigrid Griese bearbeitet das Projekt für Bioland, das vom 15.05.2020 bis 31.04.2023 läuft.
Neben Bioland sind an dem Projekt das FiBL, die Technische Universität München, die Justus-Liebig- Universität Gießen, die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, das Thünen Institut, die Universität Kassel und das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung beteiligt.
Weitere Informationen auf der Website des Thünen Instituts: https://kurzelinks.de/thuenenugoe

Handbuch Hofläden

Kennzahlenermittlung von Hofläden und Entwicklung eines Auswertungstools für horizontalen und vertikalen Kennzahlenvergleich
Wer Direktvermarkter berät, braucht betriebswirtschaftliche Kennzahlen zum Vergleich. Auch für die Betriebsleiter und Betriebsleiterinnen selbst sind sie wertvoll, denn auf dieser Grundlage können sie ihren eigenen Betriebszweig besser einschätzen und entsprechend reagieren. Mit dem Ziel, die Qualität der bestehenden Kennzahlen für Hofläden – und damit die Beratung – zu verbessern, haben Bioland und FiBL Deutschland im September 2018 das Projekt „Kennzahlenvergleich von Hofläden“ begonnen. Das Projekt baut auf dem vom 2004 - 2006 geförderten BÖLN Projekt 03OE251 auf, in dem betriebswirtschaftliche Daten von Hofläden, Marktständen und Abo-Kisten-Betrieben gesammelt und ausgewertet wurden. Die daraus  entwickelten Kennzahlen und Instrumente wurden in dem Management-Handbuch „Direktvermarktung, Hofladen, Marktstand, Abo-Kiste – analysieren, optimieren, planen“ veröffentlicht, um Öko-Direktvermarktern und Beratern professionelle Orientierungshilfen und Handlungstipps an die Hand zu geben. Um weiterhin eine praxisorientiere Beratungshilfe auf dem Markt anzubieten, die den heutigen Ansprüchen einer betriebswirtschaftlichen Auswertung entsprechen, sollen folgende Punkte (Weiter-)Entwickelt werden: Betriebswirtschaftliche Kennzahlenermittlung von Hofläden, Erstellung eines Auswertungstools für horizontalen und vertikalen Betriebsvergleichs, Neuprogrammierung des bestehenden Rechners und Aktualisierung des Managements-Handbuchs Direktvermarkter.

Das aktualisiert Handbuch Hofläden und das Beratungstool KennDi gibt es auf dieser Website: www.kenndi.de

GrOW

Entwicklung nachhaltiger Selbstmanagementkonzepte für Gruppen zur Optimierung regionaler Wertschöpfung

In Deutschland steigt die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln stetig an. Dabei spielt die Regionalität und die damit einhergehende Erzeugung vor Ort als Hauptkriterium für die Kaufentscheidung von Bio-Lebensmitteln eine gewichtige Rolle. Dennoch hat sich die Zunahme ökologisch bewirtschafteter Flächen und Betrieben deutschlandweit sehr unterschiedlich entwickelt. Vor allem in den ostdeutschen Bundesländern zeigen sich, auch historisch bedingt, strukturelle Unterschiede in der Landnutzung und verdeutlichen den gebotenen Handlungsbedarf, die ländliche Entwicklung über den Auf- und Ausbau regionaler Wertschöpfung, insbesondere in (Nord-)Ostdeutschland, zu fördern.
Gemeinsam mit der HNE Eberswalde arbeitet Bioland an dem übergeordneten Ziel, einen methodischen Beitrag zur Verbesserung des Aufeinanderabstimmens von Vorgängen (Koordinationsebene) sowie zur Verbesserung der Zusammenarbeit von Akteuren (Kooperationsebene) innerhalb einer
Wertschöpfungsgemeinschaft im Ökolandbau, exemplarisch in der Region (Nord-)Ostdeutschland, zu leisten.
Ein weiteres Projektziel besteht darin, nachhaltige Selbstmanagementkonzepte zu entwickeln. Dabei werden die Kooperations- und Netzwerkstrukturen sowie die Potentiale, Hemmnisse und spezifische Rahmenbedingungen erfolgreich selbstorganisierter Wertschöpfungsketten-Akteure und -Gemeinschaften untersucht.

Weitere Forschungsthemen

Pflanzenbau
Beim Pflanzenbau forscht Bioland von A wie Ackerbohne bis Z wie Zierpflanze. Im Bereich Zierpflanzen und Topfkräuter forschen wir vor allem rund um die Frage, wie wir die Pflanzen… Weiter
Tierhaltung
Die Haltung von Nutztieren stellt für den organisch-biologisch wirtschaftenden Betrieb ein wichtiges Bindeglied im Betriebskreislauf dar. Gemeinsam mit unseren Landwirten, der… Weiter
Kontakt

Gwendolyn Manek

Leitung Forschung und Entwicklung
Tel 06131 239 79 22
gwendolyn.manek@bioland.de
 

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