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5 Klima-Fakten

Bioland fürs Klima

5 Fakten: So schützt Bioland das Klima

 

Ökolandbau nach den Bioland-Prinzipien ist aktiver Klimaschutz. Und das in vielerlei Hinsicht: Kreislaufwirtschaft und flächengebundene Tierhaltung vermeiden Emissionen und die lockeren, humusreichen Böden binden Treibhausgase sogar. Zudem ist der organisch-biologische Landbau von Bioland widerstandsfähiger gegen Klimawandel-Effekte.

Bioland-Betriebe arbeiten nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft: Dazu gehört, dass ein Großteil des Bio-Futtermittels (mindestens 50 Prozent, häufig deutlich mehr) auf dem eigenen Betrieb produziert wird. Weite Transportwege werden dadurch vermieden und Emissionen eingespart.

Auch die gesamte Wertschöpfungskette ist bei Bioland eng und emissionsarm: Denn Bioland-Betriebe gibt es nur in Deutschland und Südtirol. Bioland-Lebensmittel werden also nicht erst um die Welt geflogen, bevor sie bei Verbraucher*innen ankommen.

Die flächengebundene Tierhaltung bei Bioland sorgt für niedrige Tierbestände. Das ist artgerecht und zugleich klimafreundlich, weil zum Beispiel weniger Rinder auch weniger klimaschädliche Gase ausstoßen. Ein Abbau der Tierbestände ist wichtig, denn aktuell zählt die weltweite Tierhaltung mit rund 20 Prozent der Treibhausgasemissionen zu den größten Verursachern der globalen Erwärmung.

Die flächengebundene Tierhaltung vermeidet zudem, dass mehr Mist entsteht, als der Betrieb nutzen kann – und damit kommt es auch nicht zu einer umwelt- und klimaschädlichen Überdüngung. Die Ausscheidungen der Tiere bleiben auf dem Bioland-Betrieb, wo sie als natürliche Düngemittel für den Pflanzenbau verwendet werden.

Auf chemisch-synthetische Düngemittel und Pestizide verzichten Bioland-Betriebe. Das ist gut für Pflanzen, Böden sowie die Artenvielfalt und hat zusätzlich einen positiven Klimaeffekt: Denn zur Herstellung von Pestiziden und künstlichen Düngemitteln sind viel Energie und fossile Ressourcen nötig, die somit eingespart werden.

Außerdem wird besonders klimaschädliches Lachgas eingespart, das bei der Ausbringung von mineralischem Stickstoffdünger freigesetzt wird.

Bioland-Böden binden besonders viel CO2 aus der Luft. Sie enthalten im Schnitt 10 Prozent mehr Kohlenstoff als ein konventioneller Acker.

Auch in puncto Resilienz kann der humus- und nährstoffreiche Bioland-Boden punkten: Durch seine gute Struktur speichert er deutlich besser Wasser als konventioneller Boden. Dadurch nimmt er bei Starkregen besser Wasser auf – bis zum Fünffachen seines Gewichts – das er bei längeren Dürreperioden wieder abgibt. Das ist umso wichtiger, da Extremwetterphänomene in Folge des Klimawandels immer häufiger und heftiger werden.

Dauergrünland, zu dem Weiden zählen, bedeckt weltweit mehr Landfläche, als jede andere Pflanzengesellschaft. Dadurch hat Grünland ein enormes Potenzial für die Speicherung von CO2 – noch deutlich mehr als Ackerland.

Die Weidetierhaltung, wie sie bei Bioland die Regel ist, sorgt also nicht nur für eine artgerechte Nutztierhaltung, sondern hat auch einen positiven Effekt auf das Klima.