Acht Fakten zum Osterei

Mit Naturfarben wie zum Beispiel aus Zwiebelschalen lassen sich tolle Farbeffekte aufs Osterei zaubern. (Foto: Imago)

Ob aufwändig bemalt oder schlicht und und zart eingefärbt: Aktuell ist es wieder in aller Munde – das Osterei. Doch was hat es damit auf sich? Warum essen wir gerade an diesen Feiertagen so viele Eier? Und wieso sind Hühnereier mal braun und mal weiß? Acht Fakten rund ums Hühnerei.

  1. Warum sind Eier oval?
    Eier sind nicht rund, sondern oval, weil sie dann zum Beispiel nicht von Felsen rollen, wenn Vögel wie die Trottellumme sie legen, sagt Moritz Hertel vom Max-Planck Institut für Ornithologie. Durch die Spitze rollen Eier zudem im Kreis und bleiben später einfach am Ablageort liegen. Weitere Vorteile der ovalen Form von Eiern: Sie sind schmaler als Kugeln und so besser zu legen und können im Nest platzsparender aufgereiht werden.

  2. Warum sind Eier mal braun und mal weiß?
    Ob eine Henne braune oder weiße Eier legt, ist genetisch bedingt und hängt von der Rasse ab. Der Kalk, aus dem die Eierrschale zu etwa 90 Prozent besteht, ist zwar weiß. Doch bei Hühnern, die braune Eier legen, werden im Legedarm des Huhns rote und gelbe Farbpigmente gebildet, die vermischt den typischen Braunton ergeben.

  3. Wie lange sind Eier haltbar?
    Gekochte Eier halten sich rund drei Wochen. Allerdings sollten sie nach dem Kochen nicht abgeschreckt werden, sonst beschädigt man ihre natürliche Schutzschicht und sie sind nicht mehr so lange haltbar. Das Legedatum lässt sich leicht bestimmen: und zwar nach der Formel „Mindesthaltbarkeitsdatum minus 28 Tage“.

  4. Warum sollte man Eier nicht mit einem Silberlöffel essen?
    Der Schwefelwasserstoff aus dem Eiweiß reagiert mit Silber zu Silbersulfid. Das färbt den Löffel schwarz. Das Ei kann mit einem Silberlöffel auch ganz anders schmecken: eher stumpf und metallisch. Edelstahl ist jedoch kein Problem.

  5. Was bedeutet der Code auf dem Ei?
    Seit 2004 müssen in der Europäischen Union produzierte Eier mit einem Code gekennzeichnet sein. Dafür stehen die Ziffern: Haltung der Hennen: 0 – ökologisch erzeugte Eier, 1 – Freilandhaltung, 2 – Bodenhaltung, 3 – Käfighaltung. Buchstaben fürs Herkunftsland: zum Beispiel DE für Deutschland. Betriebs- und Stallnummer: Die ersten beiden Zahlen weisen auf das Bundesland hin. Die dritte bis sechste Stelle kennzeichnet den Betrieb und die siebte Stelle den jeweiligen Stall. Mehr zur Haltung unserer Bioland-Legehennen lesen Sie hier.

  6. Woher kommt das Osterei?
    Das Ei gilt in vielen Kulturen als Fruchtbarkeitssymbol. Im Christentum symbolisiert es die Auferstehung Jesu am Ostersonntag. Seit Jahrhunderten gehört das Ei für Christen deshalb zum Osterfest. Dahinter steckt aber auch ein ganz praktischer Gedanke: In der vorösterlichen Fastenzeit sammelten sich schlicht viele Eier an, die durch Kochen haltbar gemacht wurden. An Ostern durfte dann endlich wieder geschlemmt werden.

  7. Warum haftet Farbe am Ei?
    Die Eierschale besitzt rund 10 000 Poren. In die dringen beim Färben Farbpartikel ein. Mit etwas Essig im Wasser haften die Farben noch besser auf dem Ei, weil Essigsäure den Kalk der Schale anlöst. Reibt man die Eier nach dem Färben mit etwas Fett ab, leuchtet die Farbe mehr und die gefärbten Eier halten länger, weil das Fett die Poren in der Schale verschließt. Wie man Ostereier mit Naturfarben färbt, lesen Sie hier. Hübsche Effekte bietet auch die sogenannte Blättertechnik. Wie das geht, lesen Sie hier.

  8. Und zum Schluss: Was ist eigentlich das Ei des Kolumbus?
    Die Redewendung „Das ist das Ei des Kolumbus“ bezeichnet die überraschende Lösung einer schwierigen Aufgabe. Der spanische Entdecker soll einst die Aufgabe, ein Ei aufrecht hinzustellen, durch einen einfachen Trick gelöst haben: Kolumbus drückte die Eispitze ein, sodass es dann auf der nun abgeflachten Seite stehen konnte.