10.10.2018

Verdächtigungen und Verbote

Schweinepest in Belgien bewegt die Gemüter

Noch immer werden in Belgien Wildschweine gefunden, die mit der Afrikanischen Schweinepest infiziert sind. Bis zum 8. Oktober waren es bereits 53 infizierte Tiere. Alle Funde liegen in der bereits abgesperrten Region, die 63.000 Hektar umfasst. Untersucht wurden bislang schon mehr als 100 Wildschweine. 57 Schweinehaltungen mit insgesamt 4.000 Tieren, die innerhalb des Beobachtungsgebietes liegen, wurden geräumt und dürfen keine neuen Tiere aufstallen.

Wie die Schweinepest nach Belgien gelangt sein könnte, darüber gibt es verschiedene Vermutungen. Aktuell steht das Militär im Verdacht, weil auf einem Übungsplatz in Lagland ein stark verwester Kadaver gefunden wurde, der als das erste infizierte Tier gilt. Es muss sich an infiziertem Material aus einem der osteuropäischen Länder angesteckt haben, in denen die Krankheit grassiert. Auf dem Truppenübungsplatz hatten sich kürzlich Einheiten aufgehalten, die zuvor im Baltikum stationiert waren.

Zuvor hielten belgische Behörden es für möglich, dass Jäger Wildschweine aus Polen eigens für Vergnügungsjagden importiert haben.

Dass andere EU-Länder Schweinefleisch aus Belgien auf das Virus hin untersuchen, um Importe abzuwehren, hat die EU-Kommission verboten. Behörden in Tschechien hatten solche Maßnahmen angekündigt. Derweil halten sich hartnäckig Gerüchte, dass innerhalb Polens Fleisch von infizierten Tieren zu Lebensmitteln verarbeitet wurde.

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