13.12.2018

Transport jetzt nur noch mit Impfung

Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg

Für alle Halter von Wiederkäuern in Baden-Württemberg und dem Saarland sowie für Betriebe im südlichen Hessen und Teilen von Rheinland-Pfalz gelten ab sofort strenge Auflagen. Denn in einem Rinderhaltungsbetrieb im Kreis Rastatt ist bei zwei Tieren im Rahmen von Routinekontrollen die Blauzungenkrankheit festgestellt worden. Damit gilt eine Zone mit einem Radius von 150 km um den betroffenen Betrieb für die nächsten zwei Jahre als Sperrgebiet.

Wer innerhalb dieses Sperrgebiets Rinder, Schafe oder Ziegen hält, darf die Tiere nur dann aus dieser Zone bringen, wenn sie geschützt, also geimpft oder negativ getestet sind, teilen die Landwirtschaftsministerien der Bundesländer einhellig mit. Die nicht infizierten Tiere in dem betroffenen Betrieb werden jetzt geimpft. Einen Monat lang darf keines der Tiere den Stall verlassen.

Die Seuche kann Rinder, Schafe, Ziegen, aber auch Kameliden und Rotwild befallen. Stechmücken übertragen die anzeigepflichtige Viruserkrankung. Symptome sind Fieber, Entzündungen der Schleimhäute, vermehrter Speichelfluss und Schaum vor dem Maul. Vor allem bei Schafen schwillt die Zunge an, wird blau und hängt aus dem Maul, Tiere verlammen und sterben. Fleisch und Milch der erkrankten Tiere kann man nach Auskunft der Ministerien allerdings bedenkenlos verzehren.

Die zuständigen Ministerien in Baden-Württemberg und dem Saarland werben jetzt massiv für die Impfung: „Ganz entscheidend ist nun, dass möglichst alle Rinder, Schafe und Ziegen im Land in den kommenden Jahren gegen den Serotyp-8 und zusätzlich gegen den Serotyp 4, der in Frankreich nachgewiesen wurde, geimpft werden“, sagt Baden-Württembergs Minister Peter Hauk. Nur so könne die Seuche erfolgreich getilgt werden, damit Tiere aus Baden-Württemberg wieder ohne Einschränkungen in andere Regionen gebracht werden können. „Das Land und die Tierseuchenkasse Baden-Württemberg unterstützen die Impfung mit einem Zuschuss“, betonte der Minister. Saarlands Umweltminister Reinhold Jost pflichtet ihm bei: Die Impfung sei das einzige Mittel, um Wiederkäuer vor einer Infektion zu schützen.

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