26.04.2019

Soja richtig impfen

Nur Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit verwenden

Der Erfolg einer Sojakultur hängt entscheidend davon ab, ob das Saatgut erfolgreich mit Knöllchenbakterien geimpft wurde. Ergebnisse aus Versuchen der LTZ Augustenberg zeigen Mehrerträge von bis zu 25 dt Soja/ha bei geimpftem Saatgut gegenüber der Kontrolle ohne Impfung. Auch der Proteingehalt kann erheblich gesteigert werden.

Allerdings wirken nicht alle Impfmittel gleich gut. Am Markt sind auch einige neue, über deren Wirksamkeit noch wenig Erfahrungen vorliegen. Die richtige Auswahl des Impfmittels ist daher von großer Bedeutung. Die LTZ hat verschiedene Mittel getestet. Dabei zeigte sich auch, dass die Wirksamkeit der Mittel vom Standort abhängig ist.

Genauso wichtig wie das richtige Impfmittel ist die richtige Impfmethode. Die einfachste ist die „Fix-Fertig-Impfung“, bei der das Saatgut bereits vorgeimpft ist. Die Bioland Beratung empfiehlt, dieses Saatgut zur Risikominimierung mit einem passenden Mittel nachzuimpfen. Die sicherste Methode ist die Kontaktimpfung des Saatguts mit einem Torf- oder Flüssigpräparat direkt vor der Saat. Bei nicht vorgeimpften Saatgut sollte man die auf der Packung empfohlene Menge pro Hektar bis maximal auf das Doppelte erhöhen. Auch ein Mischen zweier Mittel bringt Vorteile für die Ertragssicherheit.

Versuchsergebnisse der LTZ Augustenberg

Weitere Informationen zum Sojaanbau hier und hier

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