05.11.2019

Smart Öko-Farming

Chancen und Risiken der Digitalisierung

Digitale Landwirtschaft und Smart Farming machen vor dem Ökolandbau nicht halt. Viele Bio-Landwirte sind technikaffin und an neuen Entwicklungen durchaus interessiert, die Arbeiten erleichtern oder beschleunigen sollen. Beim Blick auf technische Neuerungen im Ackerbau in den vergangenen Jahren sind immer mehr Ansätze zu sehen, die die Maschineneinstellungen vereinfachen oder die Arbeitsgeräte gar automatisch an die Gegebenheiten auf dem Feld anpassen. Zum Beispiel die Kreiselegge, die die Saatbettqualität erkennt und dementsprechend nachregelt, Striegel, die sich automatisch einstellen oder die Spurführung bei Pflegearbeiten sind keine Zukunftsmusik mehr.

Doch abgesehen vom Potenzial und Reiz der Digitalisierung im Ökolandbau sollte man die Problempunkte nicht vergessen, rät Bioland-Ackerbauberater Jonathan Kern. Die Kosten für die Techniken sind das eine. Vor allem aber gilt es, sich Gedanken zu machen, was mit den Daten geschieht, wer darauf zugreifen könnte und wem diese im Zweifelsfall überhaupt gehören. Ein ebenso gewichtiger Punkt ist die Gefahr, bei aller Sensorik und Abnahme von Entscheidungen das eigene Gespür einzubüßen. Gut erkennen kann man das heute bereits am Wetter: Die meisten Landwirte schauen eher in die Wetter-App als zum Himmel …

Einen Schwerpunkt rund um das Thema Digitalisierung bietet das bioland-Fachmagazin für ökologischen Landbau im November

Zurück zur Übersicht