11.07.2019

Sachsen unterstützt Schafhalter

Hessen bessert nach

Aus dem landeseigenen Haushalt will Sachsen seine Schaf- und Ziegenhalter unterstützen. Mit 40 Euro je Tier und Jahr als de-Minimis-Beihilfe sollen die Mehraufwendungen abgegolten werden, die den Tierhaltern entstehen, weil sie ihre Tiere vor dem Wolf schützen müssen. Außerdem will das sächsische Landwirtschaftsministerium damit die Leistungen der Schäfer für den natur- und Landschaftsschutz anerkennen, sagte Staatsminister Staatsminister Thomas Schmidt anlässlich des Kabinetssbeschlusses.

Zwar wird die Anschaffung wolfssicherer Zäune seit vielen Jahren durch den Freistaat Sachsen unterstützt, erklärt das Ministerium. Jedoch konnte der erhöhte laufende Aufwand für den Herdenschutz, wie zusätzlich erforderliche Kontrollen sowie Arbeiten an den Schutzzäunen, bisher nicht entsprechend ausgeglichen werden. Das Förderprogramm soll es vor allem Schaf- und Ziegenhaltern mit geringer eigener Flächenausstattung ermöglichen, die Tierhaltung zu erhalten, obwohl die Kosten gestiegen sind bei konstanten Erlösen.

Das hessische Landwirtschaftsministerium zahlt mit der neuen Herdenschutzprämie Plus einen landesweiten Zuschuss von 31 Euro je Hektar für die Arbeitsaufwendungen und Investitionskosten beim sicheren Herdenschutz. „Da jederzeit mit einem Wolf gerechnet werden muss, ist ein Herdenschutz nach guter fachlicher Praxis sowie eine tägliche Kontrolle der eigenen Weidetiere in ganz Hessen unverzichtbar“, so Hinz.

Das hessische Ministerium verweist außerdem auf die Bundesratsinitiative, mit der eine Weidetierprämie aus dem EU-Haushalt gelingen soll. Eine zusätzliche Förderrichtlinie für Investitionen in den Herdenschutz, die bundesweit ab 2020 gelten soll, befindet sich nach Angaben des hessischen Ministeriums ebenfalls in Arbeit. Damit sollen weitere Investitionen in die Weidetierhaltung finanziert werden.

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