31.01.2020

Neues Düngejahr, neue Auflagen

Was Bio-Landwirte jetzt zur Düngeverordnung beachten müssen

Ab Februar sind die Sperrfristen vorbei und Landwirte können wieder Düngemittel mit wesentlichem Stickstoffgehalt ausbringen. Damit ist eine Düngung mit Gülle und andere organische Wirtschaftsdünger wieder möglich. Doch es gibt auch dann Regeln. Eine Düngung ist nur zulässig, wenn der Boden nicht überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder schneebedeckt ist. Auf gefrorenem Boden dürfen höchstens 60 kg Gesamt-N/ha aufgebracht werden, wenn:

  • der angetaute Boden den Dünger aufnehmen kann

  • der Dünger nicht in Gewässer oder benachbarte Flächen abschwemmt

  • der Fläche eine Pflanzendecke trägt (Winterung, Zwischenfrucht, Grünland)

  • andernfalls Verdichtung und Strukturschäden entstünden.

Landwirte müssen den (Wirtschafts-)Dünger mit einem wesentlichen Gehalt von verfügbarem Stickstoff oder Ammoniumstickstoff unverzüglich, spätestens innerhalb von vier Stunden nach Beginn des Aufbringens auf unbestelltes Ackerland einarbeiten.

Auf bestelltem Ackerland dürfen Landwirte ab dem 1. Februar flüssigen Wirtschaftsdünger mit wesentlichem Gehalt an verfügbarem Stickstoff oder Ammoniumstickstoff nur noch direkt einbringen oder streifenförmig aufbringen.

Weitere Hinweise zur Düngeverordnung von Bioland-Berater Harald Rasch lesen Sie in der Februar-Ausgabe des bioland-Fachmagazins. Regelmäßig stellen die Bioland-Fachberater aktuelle Informationen im Infoblitz zusammen, den Sie passend zu ihrem wichtigsten Betriebszweig bestellen können. Wählen Sie zwischen den Infoblitzen zur Rinderhaltung, zum Ackerbau zum Kartoffelanbau oder dem Newsletter für Direktvermarkter.

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