02.09.2014

Lehren aus dem Gelbrostjahr

Für nächstes Jahr gesunde Sorten wählen

2014 war Gelbrostjahr. Ausgehend von Herbstinfektionen hatte sich der Getreidepilz im milden, vorangegangenen Winter nahezu unauffällig ausgebreitet. Und anders als sonst trat die Krankheit nicht nur in den üblichen kühlfeuchten Lagen Norddeutschlands und in feuchten Höhenlagen auf, sondern bundesweit. Auffällig war, dass selbst als besonders tolerant eingestufte Sorten von Wintertriticale, Winterweizen und Dinkel heftigen Befall zeigten. Später war auch der Sommerweizen betroffen. Verantwortlich für die Gelbrostepidemie war die als besonders aggressiv eingestufte Gelbrostrasse „Warrior“.

Viele Sorten mussten aufgrund der diesjährigen Beobachtungen hinsichtlich ihrer Gelbrostanfälligkeit neu bewertet werden. Ergebnisse dazu findet man unter anderem beim Bundessortenamt, der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Um das Risiko für nächstes Jahr zu mindern, sollte man die Stoppel befallener Schläge intensiv bearbeiten. Zur Nachfrucht folgt eine saubere Pflugfurche. Am wichtigsten aber ist die Sortenwahl – wer das Risiko streuen will, baut am besten verschiedene als gesund eingestufte Sorten an.

Mehr im bioland-Fachmagazin für den ökologischen Landbau 09/2014

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