05.06.2019

Legehennenausläufe als Nährstoffquelle

Suche nach geeignetem Transfersubstrat

Ganz in der Nähe ihrer Ställe lassen Legehennen besonders viel Kot fallen. „Darin sind wertvolle Nährstoffe enthalten, die wir dringend für den Ackerbau brauchen“, sagt Prof. Jürgen Heß vom Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel. Allerdings können Bio-Legehennenhalter diese Nährstoffe derzeit selten für den Ackerbau nutzen, weil im Nahbereich kein geeignetes Substrat liegt, bedauert der Wissenschaftler. Ein solches Substrat müsste einerseits den Kot aufnehmen und die Nährstoffe speichern. Andererseits müssten die Hennenhalter das Substrat mit vorhandener Technik aufnehmen und direkt oder auf dem Umweg einer Kompostierung auf die Äcker ausbringen können. Darum forscht Heß gemeinsam mit Akteuren aus Beratung und Praxis an praktikablen Lösungen.

Bislang im Nahbereich der Hennenställe vorherrschende Kies- und Schotterauflagen oder gar blanke Erde ermöglichen die Nährstoffentnahme und den Transfer eher nicht. Im Gegenteil, sie bergen das Risiko der Auswaschung. Das zeigen Praxiserhebungen und erste Exakt-Versuche. Dabei haben die Forscher auch schon erste Ideen für Substrate entwickelt, die sich noch besser eignen als bereits im Praxiseinsatz befindliche Holzhackschnitzel und Rindenmulch. Mehr aus dieser Forschung können Hennenhalter bei den Öko-Feldtagen am 3. und 4. Juli auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen erfahren.

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