18.03.2019

In Öko-Ställen seltener resistente Keime

Programm zur Reduktion von Antibiotika wirkungslos

In Bio-Schweinebetrieben Dänemarks gibt es deutlich seltener antibiotikaresistente Keime als in konventionellen Ställen. Die resistenten Keime haben sich offenbar in konventionellen Ställen fest eingenistet. Und das obwohl die dänische Schweinebranche seit 2009 intensiv daran arbeitet, den Antibiotikaeinsatz in der Schweinehaltung zu reduzieren. Die Erfolgsbilanz lautet, dass seit 2009 rund ein Drittel an Antibiotika eingespart wurden, allein seit 2014 ist der Verbrauch um 18 Prozent zurückgegangen. Dennoch hat die dänische Veterinärbehörde Anfang März eingeräumt, dass in 90 Prozent von 130 untersuchten Schweineställe das Methicillin-resistente Bakterium Staphylococcus aureus (MRSA) gefunden wurde. Die Bio-Ställe schneiden besser ab: Hier tauchten MRSA nur in 20 Prozent der Ställe auf.

Nach Einschätzung des dänischen Chefs der Behörde, Stig Mellergaard, kann man diese antibiotikaresistenten Erreger nicht zu vernünftigen Kosten beseitigen. Darum legt seine Behörde den Hygienefokus nun darauf, dass die MRSA nicht aus dem Stall bis zum Verbraucher gelangen. Für geschwächte Menschen seien die Keime, die gegen eine Reihe von Antibiotika resistent sind, ein Risiko.

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