11.03.2019

Hecken verbessern Erdbeerernte

Größe und Geschmack gewinnen

Erdbeeren bringen mehr und besseren Ertrag, wenn sie auf Feldern wachsen, die an vernetzte Hecken angrenzen. Das haben Wissenschaftler der Universität Göttingen jetzt nachgewiesen. Die Erdbeeren, die an Hecken entlang eines Waldrands wuchsen, waren größer. Die Anbauer konnten für 1.000 Stück 14,95 Euro erlösen, durch Grasstreifen isolierte Erdbeerfelder brachten Früchte mit einem Wert von 9,25 Euro je 1.000 Stück hervor. Mit diesem finanziellen Unterschied konnte Denise Castle, Erstautorin der Studie, eindrucksvoll belegen, dass Hecken wertvolle Lebensräume für Bestäuber sind. Wenn Hecken den Bestäubern Unterschlupf und Rückzugsmöglichkeiten bieten, sind Gewicht und Qualität der Erdbeeren besser als in isolierten Lagen.

Die Wissenschaftler für funktionelle Agrobiodiversität und Agrarökologie haben die Erdbeeren in drei unterschiedlichen Szenarien angebaut: Neben Hecken, die an Waldränder angrenzen, neben freistehenden Hecken und isoliert durch Grasstreifen. „Wir wollten nicht nur die positiven Effekte der Bestäuber, sondern auch mögliche negative Effekte durch schädliche Insekten untersuchen“, sagt die Wissenschaftlerin, die jetzt am Julius Kühn-Institut arbeitet. „Deshalb haben wir neben den blütenbesuchenden Fliegen und Bienen auch die in den Blüten fressenden Rapsglanzkäfer in die Studie aufgenommen.“

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