02.05.2019

Grünland – rentabel und artenreich

Die abgestufte Grünlandnutzung

In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Milchviehhaltung enorm intensiviert. Damit auch die Grünlandnutzung: Vier bis sechs Schnitte sind heute auf mittleren bis guten Standorten üblich. Gleichzeitig ist ein Großteil der ehemals vorhandenen, artenreichen Mähwiesen verschwunden, die wiederum Lebensgrundlage für Insekten und andere Tiere sind.

Stehen eine rentable Grünlandnutzung und Artenvielfalt also im Widerspruch? Das muss nicht unbedingt sein. Bioland-Berater Martin Hermle stellt das Konzept der abgestuften Grünlandnutzung vor. Die Bewirtschaftungsintensität orientiert sich dabei an den natürlichen Standorteigenschaften. Ein gewisser Bestandteil der Flächen wird weniger intensiv genutzt und gedüngt. Die Vorgehensweise wirkt der innerbetrieblichen Nährstoffverdünnung über alle Flächen entgegen. Der Landwirt spart auf den weniger ertragreichen Standorten organische Düngemittel und setzt sie gezielt auf Flächen mit hohem Ertragspotenzial ein.

Die Nährstoffe fördern auf den intensiv genutzten Flächen die wertvollen Futtergräser und steigern Ertrag und Qualität. Auf den extensiven Standorten fallen weniger Arbeitszeit und Energiekosten an. Dafür steigt die Artenvielfalt.

Wie das Konzept genauer aussieht und in der Praxis umgesetzt werden kann, steht im bioland-Fachmagazin 05/2019. Dort können Sie auch lesen, welche Erfolge Bioland-Landwirt Max Bannaski im Allgäu mit dem Konzept hat.

mehr dazu im bioland-Fachmagazin 05/2019

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