16.01.2019

Fachhandel verstärkt seine Stimme

Interessengemeinschaft unterstreicht Positionen

Mehr als 400 Naturkostfachgeschäfte wollen gemeinsam die Interessen des Fachhandels auf politischer Ebene besser zur Geltung bringen. Darum haben sie die Interessensgemeinschaft der Biomärkte (IGBM) gegründet, die Mitglied im BÖLW geworden ist. „Damit hat der BÖLW einen Partner hinzugewonnen, der die Interessen des Handels vertritt, dessen Sortiment zu 100 Prozent Bio ist“, erklärt BÖLW-Geschäftsführer Peter Röhrig, welchen zusätzlichen Impuls er von der IGBM erwartet.

„Der auf Bio spezialisierte Einzelhandel braucht eine eigene Lobby, auch wenn die Betreiber der vielen kleinen Geschäfte wenig Zeit haben, sich um Politik zu kümmern“, erklärt Lukas Nossol, Sprecher der IGBM, dem bioland-Fachmagazin gegenüber. Die Initiative zur Gründung der Interessengemeinschaft, in der Fachmärkte und Filialisten selbstständige Mitglieder sind, ging von einer Dennree-Kundentagung aus. Die IGBM-Mitglieder wollten ihre Verantwortung wahrnehmen und ihre spezifische Perspektive einbringen. Der Der BÖLW als Spitzenverband der Öko-Branche könne nur alle Interessen der Wertschöpfungskette abbilden, wenn sich alle Stufen engagieren.

„Die Interessengemeinschaft will den BÖLW stärken beim notwendigen Umbau der Ernährungswirtschaft“, sagte Nossol. Mit dem Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN), der neben dem Handel auch Hersteller vertritt, gebe es viele gemeinsame Positionen, ein Schulterschluss sei wichtig, betonte Nossol, der im BNN Kuratoriumsmitglied ist.

Darüber hinaus will der Naturkostfachhandel auch in Brüssel seine Interessen deutlicher vertreten, berichtete Nossol. Dazu werde sich künftig die Interest group organic retailers (IGOR) als Mitglied der Ifoam engagieren, damit der Bio-Handel neben den Bio-Landwirten und Bio-Verarbeitern eine Stimme hat.

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