27.08.2019

Der Prozess bestimmt die Qualität

Erläuterungen zum neuen Bio-Recht

Ab 1. Januar 2021 gilt die neue Öko-Verordnung. Was sie mit Blick auf Vorsorgemaßnahmen und den Umgang mit nicht zugelassenen Stoffen bedeutet, zeigt ein gemeinsames Papier des Deutschen Bauernverbands (DBV), des Lebensmittelverbands Deutschland und des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

Das Bio-Recht, das strengste Gesetz für Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion in Europa, bleibt sich im Kern treu: Ein Lebensmittel ist dann bio, wenn es gemäß der Regeln der EU-Öko-Verordnung hergestellt, kontrolliert und gekennzeichnet wurde – vom Saatgut bis in die Läden.

Neu ist, dass nicht nur bei Lebensmittelherstellern sondern auch bei Landwirtinnen und allen anderen Bio-Betrieben Vorsorgemaßnahmen definiert und kontrolliert werden, um Bio-Produkte vor nicht zugelassenen Stoffen und Erzeugnissen zu schützen. Die Regelung betrifft alle Stoffe, die das Bio-Recht regelt, also etwa Futter-, Pflanzenschutz-, oder Reinigungsmittel sowie Saatgut und Lebensmittel-Zutaten. Sie ist nicht komplett neu, wird nun aber systematischer Anwendung finden.

Die Vorsorgepflichten der Unternehmerinnen und Unternehmer müssen "angemessen" und "verhältnismäßig" sein und im Verantwortungsbereich des Bio-Betriebs liegen. Besonders bedeutsam sind die neuen Regeln mit Blick auf die Unternehmen, die gleichzeitig bio und konventionell produzieren.

Zum Papier

www.boelw.de

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