09.10.2019

Bio-Märkte engagieren sich für Vielfalt

Publicity für Öko-Züchtung

Saatgut und Sorten aus biologischer Züchtung genießen bei Bio-Fachhändlern und Verarbeitern große Wertschätzung. Das haben diese mit einer großen Spende und kernigem Auftakt bei der Bio-Fachmesse BioSüd unterstrichen. Denn’s Biomarkt und die BioMarkt-Verbundgruppe haben eine Kampagne für ökologische Pflanzenzüchtung gestartet mit dem Titel „Kernkraft? Ja, bitte“. Der zweite Satz ─ „Wir essen, was wir säen“ ─ räumt eine mögliche Verwechslung mit Atomkraft aus.

Lukas Nossol, Leitung Marketing denn’s Biomarkt, betonte: „Es ist höchste Zeit, als Fachhandel darauf hinzuweisen, wie wichtig der Erhalt von Bio-Saatgut ist. Vielen ist noch nicht bewusst, wie es um die Artenvielfalt unserer Nutzpflanzen bestellt ist.“ Namhafte Lieferanten unterstützen die Kampagne ebenfalls. Ziel ist, Gentechnik im Naturkostsortiment „mit allen Mitteln fernzuhalten und eine unabhängige Züchtung zu erhalten“, erläuterte Nossol. Dafür wollen die Fachhändler ihre Läden und ihren Kontakt zu Kunden nutzen.

Starke Unterstützer unter den Lieferanten sind die Verarbeiter Zwergenwiese, Voelkel, Rapunzel, Bio Planète, Sonnentor, Schrozberger, Holle und Morgenland. Über Öko-Züchter und Sorten aus Öko-Züchtung hat die September-Ausgabe des bioland-Fachmagazin ausführlich berichtet. 

Als Zeichen der Entschlossenheit, die Öko-Züchtung weiter voranzubringen, spendeten die Initiatoren 300.000 Euro an die Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Das Geld kommt vier Projektpartnern zugute, die mit ihrer Arbeit exemplarisch für das Engagement im Bereich Öko-Züchtung stehen. apfel:gut e.V., Poma Culta, Getreidezüchtung Peter Kunz und Kultursaat e.V. fungieren als Botschafter, die künftig gemeinsam mit den Bio-Märkten für eine verstärkte Öffentlichkeit sorgen.

Genetische Vielfalt, nachbaufähiges Saatgut und eine gentechnikfreie Züchtung sind das Fundament für einen verträglichen und auf Dauer angelegten Umgang mit der Natur. Die Ziele der Initiative ─ Sortenvielfalt, Nachbaufähigkeit, Verzicht auf Gentechnik ─ treffen den Nerv der Zeit. Jüngste Diskussionen um einschneidende Ernteverluste aufgrund von Krankheitserregern bei Bananen sind nur ein Beispiel dafür.

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