07.01.2019

Bio-Ackerbau stabilisiert Erträge

Statistik belegt Wirkung bei Trockenheit

Im besonders trockenen Sommer 2018 zeigte sich, dass die Erträge im Öko-Landbau weniger stark eingebrochen sind als in der konventionellen Landwirtschaft. Dies belegt die Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI), die Zahlen des Statistischen Bundesamts ausgewertet hat. Die Erträge schwanken im Bio-Anbau weit weniger stark als im konventionellen Ackerbau, so die Experten. Dies beobachten die Marktexperten bei Getreide und vor allem im Öko-Kartoffelanbau, der 2018 einen wesentlich geringeren Ertragsunterschied zum konventionellen Kartoffelanbau aufweist: So kamen voriges Jahr die Öko-Kartoffelerzeuger auf fast 72 Prozent des durchschnittlichen Ertrags, wohingegen im Durchschnitt von 2012 bis 2018 die Öko-Kartoffelerzeuger nur halb so viel ernteten wie ihre konventionellen Kollegen. Bei der vermarktungsfähigen Menge sei der Abstand aber geringer.

Die Bio-Getreideanbauer ernteten im Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2018 nur 48 Prozent der Mengen, die ihre konventionellen Nachbarn einfuhren. Besonders groß ist der Ertragsabstand bei Weizen, besonders gering bei Hafer und Triticale. Die Marktexperten der AMI führen den ertragsstabilisierenden Effekt des Bio-Anbaus darauf zurück, dass die Böden in Bio-Betrieben mit ihren höheren Humusgehalten Wasser besser halten und dadurch extreme Wetterverhältnisse besser ausgleichen können.

Im Gemüseanbau vergleicht die AMI sehr differenziert zwischen den einzelnen Kulturen und Verfahren im Bio-Anbau und konventionellem Anbau, ob im Freiland oder unter Glas.

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