08.01.2019

Belgien erweitert Pufferzone

Afrikanische Schweinepest beschäftigt Experten

In Belgien werden weiterhin Wildschweine gefunden, die mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert sind. Inzwischen wurden infizierte Tiere nahe der französischen Grenze entdeckt, so dass Belgien das Beobachtungsgebiet Anfang Januar 2019 um 15 km in dieser Richtung erweitert hat. Einzelne Medien berichten auch, dass in Frankreich ein Zaun errichtet werden soll. Seit dem ersten Auftreten der ASP am 13. September 2018 wurden in den ausgewiesenen Zonen 879 Tiere gefunden, davon waren 281 mit dem Virus infiziert. In einer weiten Zone rund um die Fundorte infizierter Tiere bejagen Jäger in Belgien und Frankreich versstärkt Wildschweine, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern.

Experten der EU gaben sich Ende Dezember optimistisch, dass die ASP-Ausbreitung in Belgien ebenso effizient gestoppt werden könnte, wie das in Tschechien gelungen ist. Zugleich gilt eine sukzessive Ausbreitung der Seuche um 1 bis 3 km pro Monat als sicher, wie sie in Osteuropa zu beobachten ist. In Rumänien sind hunderte landwirtschaftliche Betriebe im Donaudelta betroffen. Die Seuche ist aus der Ukraine eingeschleppt worden, sagt der rumänische Landwirtschaftsminister.

Dramatisch breitet sich die Seuche in China seit August 2018 aus. In dem Land, in dem die Hälfte aller Nutzschweine weltweit gehalten werden, sind auch Hausschweine betroffen. Im größten Bestand, der gekeult wurde, lebten fast 74.000 Tiere. Ein erster infizierter Kadaver ist auf einer taiwanesischen Insel angespült worden.

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