Vanilleparfait mit warmer Pflaumensauce

Von Eva-Maria Hackenberg notiert am 05.03.2014
Zart und schmelzend (Foto: Meike Bergmann, TRIAS Verlag)

Im "Bioladen-Kochbuch" zeigen die Autoren Eva Reichert und Thomas Sadler welche leckeren Gerichte sie aus den Zutaten vom Bioladen um die Ecke kochen. Das Vanilleparfait mit warmer Pflaumensauce ist ein Dessert, was mich wegen seiner Kombination aus süßer Creme und fruchtiger Pflaume begeistert hat.

Für 4 Personen als Nachspeise
Zeit: 40 Minuten + 4 Stunden Gefrierzeit

Zutaten

Für das Parfait:

  • 4 Eier

  • 1 Prise Salz

  • 8 EL flüssiger Honig (z.B. Akazienhonig) oder Ahornsirup

  • 1 TL Bourbon Vanille gemahlen

  • 200g Sahne

  • 2 EL Schokoraspel

  • ein paar Blättchen frische Minze

Für die Pflaumensauce (ergibt etwa 1 l Fruchtsauce):

  • 900 g Pflaumen

  • 100 ml Wasser

  • 100 g Gelierzucker

  • Zimt nach Belieben

Zubereitung

Für das Parfait die Eier trennen. Eiweiß mit Salz und der halben Menge an Honig oder Sirup steif schlagen. Eigelb mit dem restlichen Honig und der Vanille schlagen, bis eine weiße Creme entsteht. Die Sahne ebenfalls steif schlagen. Eigelb und Sahne mischen, anschließend den Eischnee unterheben. Die Masse in Portionsförmchen füllen und gefrieren lassen (etwa 4 Stunden). Parfait muss, anders als Eis, nicht während des Gefrierens gerührt werden.

In der Zwischenzeit die Pflaumensauce zubereiten. Sie können gleich eine größere Menge herstellen und den Rest in saubere Gläser einwecken (mindestens 6 Monate haltbar), sonst reicht ein Viertel der Menge. Die Pflaumen waschen und entsteinen. Mit Wasser und Gelierzucker zum Kochen bringen, nach Belieben noch eine gute Prise Zimt dazufügen. Die Pflaumen etwa 10 Minuten köcheln lassen, anschließend mit dem Pürierstab fein pürieren. Die gewünschte Menge für die Nachspeise beiseite nehmen. Den Rest nochmals aufkochen und heiß in saubere Gläser füllen, mit Deckeln fest verschließen und umgedreht erkalten lassen.

Das Parfait aus dem Gefrierschrank holen, vor dem Servieren 5 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen. gegebenenfalls die Pflaumensauce nochmals erwärmen. Die Förmchen mit Schokoraspeln und ein paar Blättchen Minze garnieren, dazu die warme Pflaumensauce reichen.

Text und Bild: © Meike Bergmann, TRIAS Verlag. Aus dem Kochbuch "Bioladen-Kochbuch" von Eva Reichert und Thomas Sadler. Erschienen im TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG. ISBN 978-3-8304-6444-0.

Rezension: Bioladen-Kochbuch

Das Bioladen-Kochbuch unterscheidet sich deutlich von vielen anderen Kochbüchern. Die Autoren Eva Reichert und Thomas Sadler würzen es mit ausführlicher Warenkunde und vielen Porträts von Bauern und Verarbeitern.

© Meike Bergmann, TRIAS Verlag
Linsen und Spätzle, provenzialische Soupe au Pistou, Tempeh-Spieße und Taboulé-Salat: Die vielfältigen Rezepte bieten einen Querschnitt aus gutbürgerlicher, mediterraner, ostasiatischer und orientalischer Küche. Die Zutaten kommen aus dem Bioladen "um die Ecke", für den die Autoren große Sympathien hegen. Zutaten wie Algen oder Reismalz wird man tatsächlich nicht in den meisten Supermärkten finden. Und auch nicht an der Fleischtheke, denn viele der Gerichte sind vegetarisch. Weil die Autoren verschiedene Getreidesorten verwenden, sind viele der Gerichte glutenfrei. Praktisch: Die mit Spiegelstrichen unterteilten Arbeitsschritte machen das Kochen einfacher.

Das Kochbuch ist nach neun Lebensmittelgruppen wie Hülsenfrüchte, Kartoffeln oder Obst und Nüsse unterteilt. Jeder Gruppe folgt eine sehr ausführliche Warenkunde, etwa rund um die Zubereitung von Tofu, der korrekten Lagerung von Obst und dem Jod-Gehalt von Algen. Überhaupt geht es viel um ernährungswissenschaftliche Aspekte und eine gesunde Ernährung. Dabei belassen es die Autoren aber nicht: Landwirtschaftliches Wissen zu Themen wie Saatgut ergänzen das Kochbuch. Bauern- und Verarbeiter-Porträts machen die Menschen hinter den Lebensmitteln sichtbar. "Buchweizen blüht sehr lange, von Juli bis Oktober. Das ist für uns eine Augenweide und gleichzeitig bietet es Bienen und anderen Insekten Nahrung", meint etwa die Bäuerin Bernadette Lex. Das ist stets verständlich und informativ aufbereitet.

Ein Kritikpunkt ist die farbliche Gestaltung des Buches: Die Gerichte stehen auf weißem Holz. Das gibt ihnen einen leicht sterilen und farblosen Touch. Irritierend ist, dass in den Rezepten so mancher Hersteller beworben wird.

Eva Reichert, Thomas Sadler
Bioladen-Kochbuch
192 Seiten, 80 Abbildungen, gebunden
ISBN: 978-3-8304-6444-0
€ 19,99 (D) / € 20,60 (A) / sFr 28,00

Rezension von Florian Zoll, Bioland e.V.



Weiterlesen...