Omas Schokopudding im luxuriösen Weihnachtsstyle

Von Eva-Maria Hackenberg notiert am 19.12.2013
Schoko, Vanille und Zitrusfrüchte: Das schmeckt nach Gemütlichkeit an einem kalten Wintertag (Foto: Hendrik Haase)

Diese kleine Puddingschlemmerei habe ich für die Weihnachtszeit mit vielen Gewürzen, Zitrusfrüchten und etwas wärmendem Brand ergänzt. Durch die Gewürzmischung und gute Zutaten wird aus diesem Pudding ein wunderbar, wärmender Genuss an kalten Abenden - am besten natürlich vor dem Kachelofen oder Kamin.

Man nehme:

  • 1 Packung gutes Kakaopulver

  • 2 Eigelb

  • 4-5 EL Rohrzucker

  • 250 ml Milch (am besten Rohmilch)

  • 250 ml Sahne

  • Speisestärke

  • 1 Vanilleschote

  • 2 Zimtstangen

  • 1 Orange

  • 1 Zitrone

  • 1 Schuss guten Rum (z.B.  Organic Papagallo Golden Rum) 

  • 1 Schuss guten Citrusbrand (z.B. Cuvée von Bergamotte und Bourbon-Vanille von der Stählemühle)

  • Wer etwas probieren möchte: Anisstern, Chili, grüne Pfefferkörner

Alle Zutaten zusammen? Los geht's!

Die Vanilleschote mit einem Löffel oder Messer auskratzen und das Mark zusammen mit der Sahne-Milch in einen Topf geben. Die Vanilleschote kann ebenfalls mit in den Topf.

Die Schote nicht wegwerfen! (Foto: Hendrik Haase)
Tipp: Nach dem Kochen die Vanilleschote nicht wegschmeißen! Nur kurz die Milch abwaschen und etwas trocknen lassen. Mit ihr lässt sich ganz einfach noch einmal etwas mit Vanille kochen. Man kann die ausgekratzte Schote auch in ein Glas mit Zucker geben. Nach einiger Zeit hat man dann wunderbaren, aromatischen Vanille-Zucker.

Alle anderen Gewürze mit in die Sahne-Milch geben. Ich mag es mit ein/zwei Zimtstangen und lasse auch gerne einen Anisstern darin schwimmen. Ein zwei frisch zerdrückte grüne Pfefferkörner machen sich auch gut, oder wer sich traut ein/zwei Schnipsel einer Chilli-Schote. Das wärmt schön ;).

Von der Orange und der Zitrone die Schale dazu reiben. Hier nach Gusto entscheiden wie viel: Je nachdem wie aromatisch die Zitrusfrüchte sind. Dann die Sahne-Milch mit den Gewürzen erhitzen. Richtig aromatisch wird der Pudding, wenn man die Sahne-Milch mit den Gewürzen dann ein wenig stehen lässt.

Man kann aber auch gleich weitermachen und die gewürzte Milch durch ein Sieb geben, um die Gewürze rauszufiltern. Das ganze zurück in den Topf und das Schokoladenpulver dazu. Ich liebe das Schokoladenpulver von der Arriba Nacional Kakaobohne, das es in Deutschland von der Firma Pacari zu kaufen gibt. Pacari kauft die Bio-Kakaobohnen direkt bei den Kleinbauern vor Ort, bezahlt mehr als bei Fair-Trade üblich ist und fördert traditionelle Anbaumethoden. So trägt die Firma zum Erhalt der einzigartigen Biodiversität Ecuadors bei.

Von dem gemahlenen Kakao gebe ich soviel dazu, wie es mir gerade schmeckt. Hier hilft nur probieren. Je nach dem, wie vollmilchig oder zartbitter man seinen Pudding haben will. Ich gebe nun auch etwas Zucker hinzu, der sich unter Rühren gut auflöst. Beim Abschmecken bedenken, dass die Süße im erkalteten Pudding abnehmen wird. Wer es wirklich süß mag, sollte daher den warmen Pudding lieber etwas süßer abschmecken.

Schneebesen - das klingt doch schon nach Winter (Foto: Hendrik Haase)
Nun erhitze ich die Kakaomilch wieder langsam. Während die Milch warm wird, kann man die Eier trennen und die Eigelb in einer Schüssel mit dem restlichen Zucker schön cremig aufschlagen. Einen Teil der Speisestärke verrühre ich ebenfalls parallel mit kalter Milch - solange bis keine Klümpchen mehr zu finden sind. Manchmal ist es sogar ganz gut, mit den Fingern die letzten Klümpchen zu zerdrücken. Nun gieße ich die Speisestärke in die Schokomilch und erhitze sie solange, bis es schön dicklich aufkocht. Vorsicht, das kann recht fix gehen und man muss aufpassen, dass nichts anbrennt.

Jetzt schnell den Topf vom Herd nehmen und die mit Zucker verrührten Eigelbe einrühren. Zum Abrunden gebe ich jetzt noch einen Schuss guten Rum hinein und einen Schuss Citrusbrand. Mein absoluter Favorit dafür ist der Bergamottenbrand mit Vanille von der Stählemühle vom Bodensee. Die Brände heben noch einmal sämtliche Aromen im Pudding und wärmen den Genießer.

Vielleicht sollte man ein paar Portionen mehr einreichen - mmhh(Foto: Hendrik Haase)
Nun noch einemal mit dem Schneebesen durchrühren und ein letztes Mal abschmecken und die Süße ein letztes Mal prüfen. Nun kann man das Ganze schon warm genießen oder einfach in Formen gießen und abkühlen lassen. Oben drauf kommt bei mir immer ein Klucks frisch aufgeschlagene Sahne, die ich mit etwas Zucker, Vanillemark und ein paar frisch geriebenen Zitronenzesten verfeinere.

 

Frohes Fest und Frohes Schlemmen!



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