Ein Klassiker in der Resteküche: Semmelknödel (Foto: McPhoto/imago)
07.01.2015
Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Kann man das noch essen?

Was man aus Mandarinen, Dominosteinen oder alten Brezeln machen kann und wieso es besser ist, Äpfel nicht neben Bananen und anderem Obst zu lagern - hier erfahren Sie es: Von Magdalena Fröhlich
  1. Das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt nur: Bis zu diesem Datum garantiert der Hersteller, dass das Produkt so aussieht und schmeckt wie es soll. Das heißt aber nicht, dass man das Lebensmittel danach nicht mehr essen kann. Vertrauen Sie ruhig Ihren Sinnen: Schauen Sie das Produkt an, ob die Farbe und Konsistenz stimmt, und riechen Sie daran. Achtung! Nicht überall kann man wie bei Marmelade mit mehr als 50 Prozent Zuckergehalt und Käse Schimmel bedenkenlos wegschneiden. Bei Backwaren sollten Sie lieber das ganze Lebensmittel wegwerfen. Bevor es schimmelt, können Sie aus altem Weißbrot oder Brezeln Knödel machen: www.br.de
    Eine Auflistung, welche Lebensmittel wie lange haltbar sind und wann man sie lieber entsorgen sollte, gibt es hier www.stern.de

  2.  Besorgen Sie sich ein Kochbuch für Suppen, Aufläufe und Eintöpfe – aus den meisten Essensresten kann man ganz einfach noch einmal etwas Neues kochen.

  3. Lagern Sie Äpfel, Aprikosen, Pflaumen und Tomaten getrennt von anderem Obst und Gemüse. Diese geben nämlich viel Ethylen ab – ein Stoff, der anderes Obst und Gemüse schneller reifen lässt.

  4. Denken Sie an Ihr Gefrierfach – die meisten Lebensmittel lassen sich gut tiefkühlen, zum Beispiel Soßen, Fleisch, Wurst, Brot und fertige Gerichte.

  5. Schämen Sie sich nicht, wenn Sie reduzierte Ware kaufen, bei der bald das Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft - diese Lebensmittel würden sonst meist im Müll landen.

  6. Machen Sie es wie die Amerikaner: Dort ist es völlig normal, im Restaurant nach einer "Doggy bag" zu fragen - also darum zu bitten, sich die Reste einpacken zu lassen.

  7. Gehen Sie lieber mehrmals die Woche einkaufen, so wissen Sie immer, was Sie die kommenden Tage brauchen werden. Schreiben Sie sich vorher einen Einkaufszettel und gehen Sie nicht hungrig in den Supermarkt. Oder beziehen Sie eine Bio-Lieferkiste, diese gibt es in verschiedenen Größen.
    Kaufen Sie regional und saisonal - so verhindern Sie Lebensmittelmüll, der beim Transport entstehen kann. Außerdem schonen Sie so das Klima.

  8. Räumen Sie Ihren Kühlschrank richtig ein: Ganz unten in den Kühlschrank kommen Obst und Gemüse, in die Mitte Käse und Fleisch, denn dort ist es am kältesten. In den oberen Fächern lagern Sie am besten fertige Speisen und in der Tür, wo es am wärmsten ist, Butter, Eier und Getränke. Bereits geöffnete Packungen sollten Sie gut verschließen, um sie vor Mikroorganismen zu schützen. Welche Temperatur in welchem Fach ideal ist, erfahren Sie hier: www.utopia.de

  9. Zitrus- oder andere exotische Früchte gehören nicht in den Kühlschrank, es sei denn, sie sind schon aufgeschnitten. Auch Tomaten haben dort nichts zu suchen, da sie sonst an Geschmack verlieren. Was in den Kühlschrnak gehört und was nicht und wie Sie Ihren Kühlschrank am besten einräumen, erfahren Sie hier in einem interaktiven Spiel: www.inform.de

  10. Denken Sie auch an die Verpackung: Verzichten Sie zum Beispiel an der Kasse und an der Obst- und Gemüsetheke auf Plastiktüten. Aus einigen Verpackungen lassen sich neue Sachen basteln. Wie Sie aus Tetrapacks eine Tasche machen können, zeigt zum Beispiel dieses Video: www.youtube.com

 

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