Plastik dominiert unseren Alltag - doch es lässt sich öfter vermeiden, als man denkt (Foto: Cjp24, wikimedia)
03.02.2014
Einkaufen ohne Plastik

Hier können Sie einpacken!

Ein Leben ohne Plastik? Unmöglich. Fast, sagt eine österreichische Familie und findet immer mehr Nachahmer. Wir haben deren und weitere Tipps und Links zusammengestellt. Von Magdalena Fröhlich

Es ist überall. Im Fußboden, unserer Kleidung, im Auto, Bus oder Zug. Sogar in Kosmetik steckt es: Plastik. Nicht immer kann man es vermeiden - aber doch manchmal.

  • Ein Vorbild zur Müllvermeidung ist der Londoner Supermarkt "Unpackaged" (Unverpackt). Von Kartoffelchips über nachfüllbares Duschgel bis zu Londoner Stadthonig gibt es hier alles zu kaufen - aber ohne Verpackung. Der Kunde muss seine Behälter selber mitbringen. Oder im Shop kaufen. Das Ganze nennt sich "Precycling" und bedeutet einfach "Abfallvermeidung".  beunpackaged.com

  • Auch in Berlin soll in diesem Frühjahr ein ähnlicher Supermarkt eröffnen. "Wie zu Omas Zeiten", so die Leiterinnen, soll hier jeder seine Dosen und Behälter selbst mitbringen. Wie beim Selberernten auf dem Feld werden die Behälter vorher einfach gewogen. original-unverpackt.de

  • Ein Rezept, wie man Bio-Plastik selbst herstellen kann, gibt es hier: lilligreen.de

  • Bezugsadressen für essbare Schälchen, die ähnlich wie Eistüten sind und wie Teller benutzt werden können, bietet die Verbraucherzentrale Hessen: verbraucher.de

  • Ein Info-Blatt über Plastik im Haushalt finden Sie auf der Infosseite des Films "Plastic Planet": plastik-planet.de

  • Kosmetik mit Plastik enthält die Inhaltsstoffe Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP). Welche Produkte davon betroffen sind, steht hier: bund.net

  • Abfall Abschaffen! Das hat sich das Unternehmen Terra Cycle als Ziel gesetzt. Hier kann jeder einen Sammelkarton bestellen und zum Beispiel Stifte oder Zanhpastatuben sammeln. Ist der Karton voll, geht er zurück an Terra Cycle. Aus dem Plastik entstehen dann neue Produkte wie Taschen oder Gießkannen. terracycle.de

  • Kaffee gibt es in einigen Röstereien auch offen zu kaufen. In luftdicht verschließbaren Dosen mit einem Gummiring im Deckel behält der Kaffee sein Aroma.

  • Coffee-to-go in den eigenen Becher füllen lassen.

  • Beim Flaschenkauf darauf achten: Mehrweg ist besser als Einweg. Infos zu Mehrweg gibt es hier: nabu.de

  • Pausenbox statt Frischhaltebeutel verwenden.

  • Bei lange haltbaren Lebensmittel wie Nudeln zu größeren Packungen greifen, das spart Verpackungsmaterial.

  • Auf dem Markt einkaufen - Gemüse landet hier meist nicht in einer Plastikschale. Auch wer in einem Hofladen einkauft, kann häufig eigene Behälter mitbringen. Bei Schlachtterminen ist es oft sogar erwünscht, selber eine große Box für die Fleischstücke mitzubringen.

  • Im Supermarkt Wurst und Käse von der Bedientheke statt aus dem Kühlregal kaufen. Hier werden die Lebensmittel meist nicht extra eingeschweißt, sondern mit Papier umwickelt. Das ist zwar auch meist plastikbeschichtet, aber immerhin dünner. Was auch geht: Selbst Dosen mitbringen.

  • Der Verband BioSuisse zeigt die Vor- und Nachteile verschiedener Verpackungen von Frischmilch, Käse und anderen Lebensmittel: bio-siusse.ch

  • Einkaufskorb, -netz oder Stoffbeutel mitnehmen. Tüten mehrfach verwenden.

  • Gebrauchtes kaufen oder auf Tauschbörsen gehen - so wird das Plastik für neue Produkte gespart.

  • Silvester, Advent oder Urlaub - wie eine Leben mit weniger Plastik sowohl im Alltag als auch zu besonderen Anlässen funktioniert, zeigt die österreichische Familie Krautwaschl: keinheimfuerplastik.at

Mehr zum Thema

Auf bioland.de: