09.08.2016
Fünf Klassiker

Wildkräuter für Anfänger

Kräuterexperten raten Laien, sich beim Sammeln auf wenige bekannte Wildkräuter zu beschränken. Wer ambitionierter ist, sollte vorab eine Kräuterführung mitmachen. Von Julia Romlewski

Generell gilt: Nur junge Triebe pflücken und sorgsam mit den Pflanzen umgehen und nicht im Naturschutzgebiet sammeln! Die  Pflanzen gehören außerdem nicht in eine Plastiktüte, da verlieren sie schnell ihr Aroma.

Hier unsere fünf Klassiker:

Vielseitiger als gedacht ist das Gänseblümchen (Foto: imago)
Gänseblümchen: Dafür müssen Sie, wenn Sie einen eigenen Garten haben, nicht einmal weit laufen. Verwechslungsgefahr besteht auch keine. Die Blätter des Gänseblümchens trocknen und dann wie einen Tee kochen. Abkühlen lassen und als Haarspülung verwenden. Soll gegen Schuppen helfen. Mit Gänseblümchen kann man aber auch den Salat hübsch dekorieren.

Löwenzahn ist einfach zu erkennen (Foto: imago)
Löwenzahn: Schmeckt ziemlich bitter, soll aber gut sein für Leber, Niere und Galle. Kann man pur im Salat genießen (einfach täglich als Kur einige gewaschene Blätter beigeben) oder aufbrühen.

 

Die Brennnessel brennt nicht mehr, wenn man sie dünstet (Foto: imago)
Brennnessel: Wirkt entschlackend und gilt als blutbildend. Aus jungen Blättern kann man einen Tee machen oder sie als Gemüse verwenden - dann kurz in wenig Wasser dünsten. Am besten erntet man die Blätter - mit Handschuhen! - wenn die Pflanzen kniehoch stehen. Auch für den Garten eignet sich die Brennessel gut, um die Pflanzen zu stärken. Dazu Blätter mit warmem Wasser übergießen und stehen lassen, bis die Jauche anfängt zu gären.

Immer gut, wenn man sich krank fühlt (Foto: imago)
Kamille: Kamille hilft nicht nur bei Erkältungen und Magenproblemen, sondern auch bei gestresster Kopfhaut. Die Blüten mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Die Haarspülung beruhigt die Kopfhaut und gibt hellen Haaren einen schönen Glanz. Die Blüten kann man auch trocknen und später verwenden.

Hilft bei Beinbeschwerden (Foto: imago)
Beinwell: Aus frischen Beinwellwurzeln kann man sich selbst eine Salbe machen. Beinwell hilft, wie der Name schon sagt, bei schmerzenden Beinen und Problemen mit den Knien. Beinwell findet man häufig in der Nähe von Wasser und in feuchten Senken. Zu erkennen ist Beinwell an seinen großen rauen Blättern. Zerreibt man sie, riecht es nach Gurke. Eine Anleitung für die Salbe findet man auf der Website heilpflanzenschule.de

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