• Zur Person

    Karl Schweisfurth, 60, gehört zu den Pionieren des Ökolandbaus. Sein Vater Karl Ludwig Schweisfurth hat einst Herta, das größte fleischverarbeitende Unternehmen Europas, aufgebaut, es in den Achtzigern dann aber – nicht zuletzt auf Betreiben seiner Kinder – verkauft und auf dem alten Gutshof Herrmannsdorf einen Neustart hingelegt. Diesmal in Bio. Hier gibt es neben der Landwirtschaft einen eigenen Schlachtbetrieb, eine Metzgerei, eine Bäckerei, eine Brauerei, ein Wirtshaus und, und, und ... Die Herrmannsdorfer Landwerkstätten haben sich auf Schweinemast spezialisiert, in den letzten Jahren kam die Zucht und Mast von Zweinutzungshühnern hinzu. Rindfleisch wird von Partnerbetrieben geliefert. Die Produkte gibt es im eigenen Hofladen, einigen Herrmannsdorfer-Filialen in München sowie kleineren Bioläden in der Region.

    Video

    Wir haben es satt!

    Die "Wir haben es satt!"-Demo findet in diesem Jahr schon zum zehnten Mal im Rahmen der Grünen Woche in Berlin statt. Initiiert wurde sie 2011 durch die Kampagne "Meine Landwirtschaft", getragen wird sie durch ein breites Bündnis aus Bauern, Umwelt-, Natur-, Tier- und Verbraucherschützern sowie Aktiven in der Entwicklungszusammenarbeit. 50 Organisationen - darunter auch Bioland - sind Teil des Netzwerks. Gemeinsam mit ihnen gehen jährlich Zehntausende Menschen auf die Straße.

    Zur Person

    Der Agraringenieur Wilfried Stegmann arbeitet am Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau Niedersachsen. 2006 hat er die Auszeichnung "Kartoffel des Jahres" ins Leben gerufen. Zu seinen Spezialgebieten zählen Humusaufbau und nachhaltiges Nährstoffmanagement.

    Ihre Ansprechpartnerin

    Meike Pantel
    Projektleitung Bioland e. V.
    Marketing, Esslingen
    Tel. 0711 550939-21
    meike.pantel(at)bioland.de

    Thematische Ausrichtung der Höfe mit agrotouristischem Angebot
    Thematische AusrichtungAnteil
    Hof mit Tierhaltung68%
    Reiterhof12,8%
    Winzerhof7,6%
    Biohof 6,3%
    Landurlaub5,9%
    Obsthof3,3%
    Sonstige5,0%
    Quelle: AFC / dwif 2016, Anbieterdatenbank Onlinerecherche
    33

    Fotostrecke

    33

    Buchempfehlung

    Ausführlich beschreibt Paul Westrich die Lebensräume der Wildbienen, ihre Brutfürsorge und Nester, ihre Nutznießer und Gegenspieler sowie die Abhängigkeiten zwischen Bienen und Blüten und skizziert die Gefährdung der Wildbienen und ihren Schutz. Über 560 Steckbriefe enthalten zudem alles Wissenswerte zu Verbreitung, Biologie, Flugzeit sämtlicher heimischer Arten.

    Die Wildbienen Deutschlands. Paul Westrich. 2018. 824 S., 1700 Farbfotos, 17 Zeichnungen, 14 Tabellen, geb.

    Zur Person

    Paul Westrich, Doktor der Biologie, wohnhaft in Tübingen, ist so etwas wie der Wildbienenpapst Deutschlands, sogar eine chinesische Sandbiene ist nach ihm benannt: „Andrena westrichi“. Seit den 70er-Jahren forscht er zu Wildbienen; vieles, was man heute über die Tiere weiß, hat Westrich erforscht und zusammengetragen. Er schreibt Bücher und hält Vorträge zum Thema.

    Verpackungen und ihre Funktionen

    Verkaufsverpackung: bietet Haltbarkeit und Schutz und kann auch zur Weitergabe von Informationen durch Text oder Bild genutzt werden (z. B. Karottenbeutel)

    Serviceverpackung: kommt erst beim Verkauf an den Verbraucher (z. B. Tragetasche oder Einschlagpapier)

    Umverpackung: umhüllt die Verkaufsverpackung als zweite Schicht (z.B. Faltschachtel bei Zahnpastatuben)

    Geschenkverpackung: wertet den geschenkten Gegenstand auf (z. B. Geschenkkorb)

    Dazu kommen Packmittel, die Waren zusammenfassen, oder Packhilfsmittel, die Waren auspolstern (z. B. Obstkisteneinlagen)

    Zur Person

    Hubert Weiger, 72, gelernter Forstwirt, ist Gründungsmitglied des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und seit 2007 dessen Vorsitzender. Von 2002 bis 2018 war der Allgäuer zudem Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern. 2017 erhielt er den Deutschen Umweltpreis.

    Zur Person

    Ernährungswissenschaftlerin Wiebke Franz ist bei der Verbraucherzentrale Hessen als Referentin für Marktbeobachtung und Öffentlichkeitsarbeit der Fachgruppe Lebensmittel und Ernährung tätig. Zudem ist sie Mitglied der Redaktion des Internetportals Lebensmittelklarheit.de und bearbeitet dort schwerpunktmäßig die Produktmeldungen von Verbrauchern.

    33

    Zur Person

    Willi Pfaff, 58, hat in den Achtzigern in München in einem Demeter-Großhandel gearbeitet, bevor er sich selbstständig gemacht hat. "Ich habe gesehen, dass da zwar viele tolle Idealisten am Werk sind, die aber jetzt nicht so das Know-how mitbringen, was den Lebensmittelhandel angeht." Aber er hatte es. Den ersten Bioladen eröffnet er 1988 mit seiner Schwester und Freunden - auf 70 Quadratmeter. Seit 2000 führt er das Unternehmen mit seiner Frau Birgit Neumann, aus wenigen Läden wird eine Kette, mittlerweile die siebtgrößte des Landes: 18 Filialen, mehr als 400 Mitarbeiter und rund 10.000 Kunden am Tag.

    Die fünf Top-Biomärkte mit Filialenzahl


    1.Denn's Biomarkt254
    2.Alnatura132
    3.Bio Company56
    4.Basic34
    5.ebl-Naturkost28

    Lernort Bauernhof

    Das Gut Paulinenwäldchen ist Mitglied im BAGLoB. Die Abkürzung steht für „Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof“. Sie ist ein Zusammenschluss von pädagogisch arbeitenden Personen, Initiativen und Organisationen, die gemeinsam das Ziel verfolgen, den landwirtschaftlichen Alltag und die Entstehung und Verarbeitung von Lebensmitteln für Kinder, Jugendliche und Erwachsenen erlebbar zu machen.

    Mehr Infos zum Lernort Bauernhof finden Sie auch hier.

    Zur Person

    Der Naturschutz begleitet Hans Joachim Mautschke, 58 Jahre, seit seiner Jugend. In der DDR war er Mitglied in der damaligen Gesellschaft für Natur und Umwelt. Nach dem Mauerfall wurde er Bio-Landwirt, 2006 hat er Gut Krauscha gekauft. „Ich habe mich hier von Anfang an dafür interessiert, ob die pauschale Behauptung stimmt, dass Bio-Anbau für den Naturschutz besser ist“, sagt er.

    Artenvielfalt auf dem Biohof Bölingen

    Auf dem Feld des Biohofs Bölingen summt und brummt es bis in den Winter hinein. Insgesamt 15 Kilometer ein- und mehrjährige Blühstreifen zwischen den Baumreihen bieten Insekten und Vögeln Schutz und Nahrung. Das hat für den Obstbauern Krämer auch einen wirtschaftlichen Nutzen.

    Blühstreifen zwischen den Baumreihen (Foto: Biohof Bölingen)
    Blühstreifen zwischen den Baumreihen (Foto: Biohof Bölingen)

    Nur selten muss Bert Krämer auf Honigbienen zur Bestäubung zurückgreifen. Wildbienen sind sehr standorttreu und bleiben die komplette Saison über auf seinem Feld und finden in artgerecht gestalteten Insektenhotels Nistplätze. Da sie früher im Jahr als Honigbienen ihre Arbeit aufnehmen und nicht so empfindlich auf Wind und Wetter reagieren, reichen etwa 1000 Wildbienen, um 20.000 Honigbienen bei der Bestäubung zu ersetzen.

    Natyra - Züchtung für den Bioanbau

    In Zusammenarbeit mit der Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau wurde 2011 die Apfelsorte "Natyra" gezüchtet und rein für den Bioanbau geschützt. In den vergangenen Jahren haben sich viele Sorten, die bisher als schorfresistent galten, anfällig für diese Apfelkrankheit gezeigt. "Natyra" hat sich im Testanbau auch in direkt mit der Pilzkrankheit befallener Nachbarschaft als robust erwiesen. Sie ist Teil einer ganzheitlichen Pflanzenschutz-Strategie im Ökolandbau.

    Haltbar (fast) für die Ewigkeit

    Äpfel wie zum Beispiel der beliebte Pink Lady können mittlerweile mehr als ein Jahr frisch gehalten werden. Das klappt mit dem Gas Methyl-Cyclopropen, im Handel unter "Smart Fresh" bekannt. Werden Äpfel mit "Smart Fresh" begast, produzieren sie kaum noch das natürliche Reifegas Ethylen. Das Bundesamt für Risikobewertung hält das Begasen mit "Smart fresh" für unbedenklich. Experten jedoch zweifeln daran, dass Aroma und die Zusammensetzung der Frucht - Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe et cetera - unverändert bleiben.

    Äpfel für Allergiker

    Viele alte Apfelsorten sind gut für Apfelallergiker geeignet. Sie enthalten mehr Polyphenol. Das kann Allergene im Körper binden, sodass es zu keiner allergischen Reaktion kommt. Bei vielen modernen Sorten wurde das Polyphenol herausgezüchtet, weil es den Apfel beim Anschnitt braun werden lässt.

    Eine Liste mit für Allergiker eher geeigneten Sorten hat der BUND Lembo zusammengestellt.

    Zur Person

    Hans-Joachim Bannier (61) ist Autor, Pomologe und Mitglied im Pomologen-Verein. In seinem 1995 angelegten Obstarboretum in Bielefeld mit über 500 Kern- und Steinobstsorten testet er die Streuobsteignung alter und moderner Obstsorten. Er forscht zur Geschichte der Apfelzüchtung der letzten 100 Jahre.

    Was man sich beim Mineralwasser-Kauf überlegen sollte

    • Kurze Wege: Stammt das Mineralwasser aus einer regionalen Quelle oder wird es von weit her transportiert?

    • Engagiert sich sich das Getränkeunternehmen nachhaltig oder unterstütze ich - vielleicht ohne dass es mir bewusst ist - einen Großkonzern, der die Wasservorräte in anderen Ländern ausbeutet?

    • Fahre ich extra mit dem Auto los, um Wasser zu kaufen, oder kann ich das sinnvoll verbinden? Sich beliefern zu lassen kann auch ökologischer sein, als selbst loszufahren.

    • Was sind überhaupt meine Gründe, Mineralwasser zu kaufen? Ist mein Leitungswasser bekanntermaßen schlecht oder mag ich den Geschmack nicht? Oder hab' ich einfach noch nicht daran gedacht, dass ich mir einen Sprudler zulegen könnte?

    Vor oder zurück?

    So merken Sie sich, wann Sie die Uhr wie umstellen müssen: Im Sommer werden die Kühe vor den Stall gestellt (Uhr eine Stunde vor stellen), im Winter wieder zurück.

    Gibt es wirklich veganes Eis?

    Wer veganes Eis sucht, wird bei Sorbet oder Fruchteis fündig. Dabei lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutatenliste: Eischnee sorgt auch bei Sorbet für mehr Luftigkeit, der Farbstoff Karminrot (E-Nummer 120) wird aus der Cochenille-Laus gewonnen - Cochenillerot A wird jedoch meist synthetisch hergestellt. Besondere Vorsicht gilt bei Gelatine: Sie wird als Bindemittel für Sorbets eingesetzt oder aber auch zum Klären von Fruchtsäften als Hilfsstoff - diese müssen nicht deklariert werden. Wer sichergehen will, achtet auf Vegan-Siegel.

    Wie erkenne ich eine gute Eisdiele?

    Eine gute Eisdiele erkannt man am möglichst kleinen Angebot. Sonst stellt sich die Frage: Wie kann man Dutzende Sorten frisch produzieren und frisch halten? Flach in die Kühlwannen gestrichene Masse statt kunstvoll aufgetürmter Eisberge deutet auf hausgemachtes Eis hin. Gute Eisdielen bieten Milcheis und Fruchteis an, kein Speiseeis, denn das enthält Pflanzenfett. Ein Drittel aller Eisdielen - etwa 2200 Verkaufsstellen - in Deutschland sind im Verband Uniteis e.V. organisiert. Die Mitglieder haben ihr Handwerk in Italien gelernt, seit 2008 geht das auch in einer zweijährigen Ausbildung in Deutschland. Ihr Credo: möglichst natürliche Zutaten, kein Pflanzenfett. Uniteis-Mitglieder erkennt man am Verbandslogo an der Tür - einer Waffel mit drei Kugeln.

    Zur Person

    Katja Kröller ist Professorin für Ernährungspsychologie an der Hochschule Anhalt in Bernburg. Sie machte zunächst eine Ausbildung zur Diätassistentin und arbeitete als selbstständige Ernährungsberaterin. Vor ihrer Berufung an die Hochschule Anhalt war sie im Bereich Gesundheitspsychologie an den Hochschulen in Potsdam und Gera tätig. Mit dem Thema Fettleibigkeit bei Kindern hat sie sich intensiv auseinandergesetzt.

    Was bedeutet Biodiversität?

    Biodiversität oder biologische Vielfalt bezeichnet die Unterschiedlichkeit sowohl lebender Organismen als auch von ganzen Ökosystemen. Damit umfasst sie die Vielfalt der Arten - zum Beispiel von Pflanzen oder Vögeln -, darüber hinaus aber auch die Vielfalt der Ökosysteme, in denen die verschiedenen Pflanzen und Tiere leben, also auch ganze Biotope. Dabei geht es auch um die genetische Vielfalt, zum Beispiel auch von Saatgut.

    Bioland-Saatgut

    Es gibt einige Züchtungsinitiativen von und mit Bioland-Bauern. Biobauern mit passendem Ökosaatgut zu versorgen ist eine wichtige Aufgabe. Es gibt zum Beispiel den Kartoffelzüchter Karsten Ellenberg. Bei ihm können auch Hobbygärtner Pflanzkartoffeln kaufen. Oder die bäuerliche Ökosaatzucht e.G., an der sich Bioland beteiligt. Die Genossenschaft arbeitet gerade an Ackerbohnen. Der Verein Saat:gut versucht neue samenfeste Biogemüsesorten für den Profigärtner zu züchten. Sieben Bioland-Betriebe beteiligen sich außerdem daran, robuste Obstsorten zu entwickeln, die sich gut gegen Pilze wehren können und regional angepasst sind an Klima und Boden.

    33

    Die Autorin

    Jutta Schneider-Rapp (rechts im Bild) hat gemeinsam mit der Bioland-Bäuerin Andrea Göhring das Buch "Bauernhoftiere bewegen Kinder - Tiergestützte Therapie und Pädagogik mit Schaf, Kuh und Co. - ganz praktisch" geschrieben. Mit vielen Fallbeispielen und Bildern. pala-verlag, Darmstadt, 2017, Hardcover, 208 Seiten, 24,90 Euro. Im Buchhandel oder beim Naturpädagogischen Buchversand.

    Zur Person

    Dieter Volkmann ist ein deutscher Biologe und emeritierter Professor der Uni Bonn. Er beschäftigte sich vor allem mit der Dynamik der Zelle, Wahrnehmung der Schwerkraft durch Pflanzen und ihrer Fähigkeiten zu Kommunikation und Interaktion.

    Dirk Liedmann

    Dirk Liedmann (51) bewirtschaftet zusammen mit einem Partner den Bioland-Hof Kornkammer Haus-Holte in Witten. Mitten im Ruhrgebiet baut er seit 30 Jahren Bio-Kartoffeln und Bio-Getreide an. So lange ist er auch schon bei Bioland und hat den Verband mit aufgebaut. Eigenes Land gehört ihm kaum, seine 270 Hektar sind fast komplett gepachtet.

  • Christian Krupp

    Christian Krupp (30) will demnächst den Bioland-Betrieb seiner Eltern übernehmen - das Schlossgut Pillingen in Perl im Saarland. Familie Krupp stellte den Hof vor 16 Jahren auf Bio um. Seit 2015 ist sie bei Bioland. Christian Krupp hält Mastrinder und Schweine und baut Getreide an. Ein Großteil der 143 Hektar Land besteht aus Weideland und Wald.

Der nächste Skandal geht bestimmt

War das alles? Ein paar Wochen lang bestimmte das Dioxin die Schlagzeilen, nun sind ein paar Schuldige dingfest gemacht, und wir holen wieder frohgemut unser Frühstücksei vom Discounter. Doch einbisschen mehr Transparenz in der Lebensmittelproduktion reicht noch nicht. Wer sich gesund ernähren will, muss wissen, was er kauft. Ein Kommentar von Bioland-Präsident Jan Plagge.

Der ökologische Landbau - Landwirtschaft der Zukunft

Wie funktioniert ökologischer Landbau? Stößt der Bioboom an natürliche Grenzen? Wer profitiert? Zur interaktiven Musterlandschaft...

Frisch aus dem Müll

Bioland-Blogger Hendrik Haase kocht heute direkt aus dem Container. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua.