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Sieben neue Sorten auf der Roten Liste

Pflanzenbau17.02.26

Die Rote Liste gefährdeter einheimischer Nutzpflanzen wächst weiter. Neu dazu gehören seltene Gemüse- und Getreidesorten, die seit Generationen erhalten werden.

Schwarzer Emmer steht zwar nicht auf der Roten Liste, aber gehört auch zu den seltenen und alten Getreidesorten.(Foto: Landpixel)

Die Rote Liste gefährdeter einheimischer Nutzpflanzen ist um sieben weitere Sorten gewachsen. Neu auf der Liste sind traditionelle Bohnensorten aus Baden-Württemberg: die Auenwalder Rote Einbohne, die Auenwalder Gelbe Einbohne und das Schäfermädle. Seit Generationen bauen Landwirtsfamilien diese Sorten an und bewahren sie. Dazu kommt mit die alte regionale Spargelsorte Huchels Leistungsauslese vom Niederrhein, die nur noch wenige Betrieben kultivieren. Auch im Getreidebereich ist die Liste reicher geworden: Die bayerischen Weizensorten Eglfinger Zimbern und Zimmermanns Begrannter Opferbaumer, aus der Genbank geborgen und lokal wiedervermehrt, sowie Janetzkis Begrannter Dickkopf, eine alte Weizenzuchtsorte aus Niederschlesien, die heute wieder in Brandenburg und Sachsen in kleinerem Umfang angebaut wird.

Damit umfasst die Rote Liste nun 2.623 Einträge. Die Liste dient nicht nur als wissenschaftliches Referenzwerk, sondern zunehmend auch als Vermarktungsinstrument, um das Interesse an seltenen Sorten zu steigern und ihre Erhaltung zu fördern.

Sieben neue Sorten auf der Roten Liste | Bioland e.V.