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Politik
Erstmals trifft sich die internationale Bio-Branche bei sommerlichen Temperaturen in Nürnberg zur Biofach. (Foto: Messe Nürnberg)

Politiker zeigen sich ambitioniert

Zur Eröffnung der Biofach, der Weltleitmesse für Bio-Produkte, gab es hohe politische Aufmerksamkeit und Versprechen aus Berlin und Brüssel

Die diesjährige Biofach Messe in der Sommer-Edition steht ganz unter dem Motto "Mehr Ökolandbau für die Zukunft". Für ein krisenfestes, klimaresilientes und schonendes Ernährungssystem ist der Ökolandbau der richtige Weg, das betonten Rednerinnen und Redner bei der feierlichen Eröffnung. EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski bestätigte, dass ein starkes Flächenwachstum für den Ökolandbau in ganz Europa bis zu 25 Prozent bis 2030 ein lohnendes Ziel ist, für das er sich einsetzt. „In manchen Ländern hat die ökologische Landwirtschaft schon fast unser Ziel erreicht, in anderen ist es noch ein langer Weg“, sagte er.

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir kündigte zur Eröffnungsfeier an, den Anteil der Forschungsmittel für den Ökolandbau auf 30 Prozent anzuheben. Damit will er die Forschungsausgaben der Zielhöhe der Bundesregierung angleichen, um Züchtungsfortschritt und Ertragssteigerung zu erzielen. Zusätzlich müssten weitere Netzwerke geschaffen werden, um einen Austausch zwischen Gesellschaft, Politik und Produzenten zu gewährleisten. Mit Verweis auf die nötige Vernetzung der Bundesministerien und eine kongruente Politik kündigte der Bundesminister an: "Die Zukunftsstrategie Ökolandbau wird unser Plan und unsere tragende Säule für Transformation sein. Als ein Projekt der gesamten Bundesregierung – und mit Unterstützung des Sektors."

Die hohe Bedeutung der ökologischen Landwirtschaft und der nachhaltig wirtschaftenden Öko-Branche gegen die vielfältigen Krisen betonte Tina Andres, Vorstandsvorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Bioland begrüßt die Zusagen an den ökologischen Landbau. Öko-Bauern und Öko-Bäuerinnen können insbesondere in der aktuellen Lage, in der Energie knapp und teuer ist, viel zur Ernährungssicherung beitragen. Der ökologische Landbau verursacht weniger Emissionen und spart Energie ein.
 

 

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