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Tierhaltung
Damit die Pläne für die Öko-Feldtage 2022 auch aufgehen, wird schon jetzt gesät und gebaut. (Foto: Alfoeldi-Öko-Feldtage 2019)

Mit neuem Bio-Stall und großem Agroforst

Mit der Verschiebung auf das Jahr 2022 gewinnen die Öko-Feldtage an Attraktivität

Die Öko-Feldtage 2022 finden vom 28. bis 30. Juni 2022 auf der Hessischen Staatsdomäne Gladbacherhof in Villmar statt. Auf den Ausstellungs- und Versuchsflächen laufen mit der Herbstbestellung bereits die Vorbereitungen. Projektleiter Carsten Veller von der FiBL Projekte GmbH kann den erneuten Vorbereitungen durchaus positive Aspekte abgewinnen, wenn sich die Agroforstanlagen und auch der Versuchsbetrieb der Universität Gießen weiterentwickeln.

Diese Sichtweise unterstützt Betriebsleiter Johannes Eisert: „Wir gehen davon aus, dass der neue Milchviehstall auf dem Gladbacherhof bis zur Veranstaltung steht.“ Die Bauarbeiten für den Stall gehen voran. Er bietet zukünftig Platz für bis zu 128 Kühe. „Der Stall macht es möglich, die Herde aufzuteilen und dadurch die komplexen Wirkungen von ökologischer High- und Low-Input Milchproduktion auf Tier, Pflanze und Umwelt zu untersuchen. Außerdem werden alle Stoffströme sowohl auf Seite der Inputs als auch auf Seite der Outputs für beide Herden separat erhoben “, erklärt der wissenschaftliche Leiter des Gladbacherhofs Prof. Andreas Gattinger. Durch den Einsatz digitaler Techniken in der Tierhaltung und im Pflanzenbau könne er unter Realbedingungen wertvolle Daten für die praktische Betriebsführung und die Forschung gewinnen. Er verspricht: „Das alles stellen wir unseren Besucher:innen dann live auf den Öko-Feldtagen vor.“

Auf dem Agroforstschlag sind die Bäume und Sträucher kräftig am Wachsen. „Die erste Holunderbeerenernte wäre dieses Jahr schon möglich“, berichtet die Doktorandin Eva-Maria Minarsch, die die Agroforstfläche vonseiten der Justus-Liebig-Universität Gießen mit betreut und ergänzt: „Einige der mit Wurzeln gepflanzten Wertholzbäume haben seit der Pflanzung im Februar 2020 über 1,5 Meter zugelegt, die stärksten Pappeln sogar weit über zwei Meter. Wir dürfen also davon ausgehen, dass wir auf den Öko-Feldtagen 2022 bereits über die ersten Auswirkungen der Agroforstpflanzungen berichten können.“ In diesem Jahr wurde der Winterweizen auf der Fläche problemlos geerntet. Minarsch und Kolleg:innen entnahmen kurz vor der Ernte über 150 Quadratmeterschnitte und erfassten anschließend gravimetrisch die Korn- und Strohfraktionen. „Mit diesem Probennahmedesign werden wir Rückschlüsse über den Einfluss der Baumreihen sowie die räumliche Heterogenität der Fläche auf den Ertrag ziehen können“, erklärt sie. Wer sich den Versuchsaufbau im Video anschauen möchte: Eva-Maria Minarsch erklärt und zeigt im Film anschaulich die Umsetzung auf der ersten Agroforstfläche.


 

 

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