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Tierhaltung
Hennen, die im Freiland viel Bewegung haben, brauchen energiereiches Futter. Darauf haben Futtermitteltester geachtet. (Foto: Landpixel)

Legehennenfutter unter der Lupe

Der Verein Futtermitteltest hat 27 Mischungen geprüft

Die meisten Öko-Futtermittel, die als Allein- oder Ergänzungsfuttermittel für Legehennen von professionellen Anbietern gemischt werden, entsprechen dem, was die Tiere brauchen. Das zeigen die Untersuchungen an 27 Proben aus den Jahren 2018 und 2019. Die Ergebnisse hat der Verein Futtermitteltest (VFT) jetzt veröffentlicht.

In die Aufstellung der 21 Alleinfuttermittel ist ein Vorlegefutter einbezogen und drei Futtermischungen, die auf den Bedarf von ältere Hennen zugeschnitten sind. Beim Legehennenfutter für die erste Legephase zeigten sich beim Methionin und Phosphor große Spannen, schreibt der VFT. Die Futtermischungen für ältere Hennen, die mehr Futter aufnehmen können, waren im Energie- und Methioningehalt eher knapp, dafür reichlich mit dem notwendigen Calcium ausgestattet.

Aktive Tiere brauchen viel Energie
Der VFT hat bei seiner Bewertung der Öko-Futtermittel berücksichtigt, dass Hennen in Freilandhaltung aktiver sind und einen höheren Energiebedarf haben. „Wegen des begrenzten Futteraufnahmevermögens der Legehennen zu Legebeginn sind energiereichere Futter günstiger, da sie eine ausreichende Energieversorgung ermöglichen können. Das ist Voraussetzung für eine hohe Legeleistung, gerade auch zu Legebeginn“, so die Prüfer.

Für eine optimale Fütterung ist ihrer Ansicht nach eine ausreichende Energieversorgung notwendig. Darum sorgten fehlende Angaben zur Energie für eine leichte Abwertung und Note 2, eine deutliche Unterschreitung des Energiegehaltes zu einer Abwertung und Note 3. Geringere Energiegehalte im Futter kann das Huhn zwar teils durch höhere Futteraufnahme kompensieren, woraus sich aber ein höherer Futteraufwand ergibt. Ist das Futter zu energiereich, muss dies die Leistung nicht beeinträchtigen, weshalb keine Abwertung erfolgte.  

„Eine unzureichende Calciumversorgung beeinträchtigt die Schalenbildung und -stabilität“, begründet der VFT seine deutliche Abwertung dafür. Eine zu hohe Calciumversorgung hingegen müsse nicht nachteilig sein, könne aber die Futteraufnahme beeinträchtigen. Vereinzelt fanden die Prüfer einen unnötig hohen Phosphorgehalt. Das merkten sie lediglich an, weil er die Leistung nicht beeinträchtigt. Sie merken aber an, dass ein unnötig hoher Phosphorgehalt schlecht für die Nährstoffbilanz ist.

 

 

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