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Politik
Pflanzenbasierte Ernährung und Landwirtschaft schont das Klima. (Foto: Imago)

Klimafreundliche Ernährung setzt Flächen frei

Liegt weniger Fleisch und mehr Gemüse auf dem Teller, hilft dies dem Klimaschutz enorm. Eine solche Ernährungsweise verändert die Landwirtschaft.

Eine neue Studie zieht mit ihren Ergebnissen das Fazit: Die Ernährungsweise ist nicht mehr allein eine Privatsache, sie ist ein Feld für die Politik. Denn: Das Klimaschutzgesetz strebt bis 2045 Treibhausgasneutralität an, auch von Landwirtschaft, Landnutzung und dem Sektor Wald sind stärkere Beiträge zum Klimaschutz gefordert. Weil Landwirtschaft und Ernährungssicherung eng zusammenhängen, hat das Öko-Institut Darmstadt und Berlin in einer Studie das Potenzial einer fleischreduzierten Ernährung ausgeleuchtet. Die zentralen Fragen lauten: Hilft eine Ernährungsänderung, planetare Belastungsgrenzen einzuhalten und die Ernährung einer steigenden Weltbevölkerung zu gewährleisten? Was bewirkt eine grundlegende Veränderung unserer Ernährung in der Landwirtschaft in Deutschland bei Produktion, Flächenverbrauch, Tierhaltung, THG-Emissionen? Grundlage für die Berechnungen bildet die „Planetary Health Diet“ der EAT Lancet Kommission von 2019. Dieses nachhaltige und gesunde Ernährungskonzept für eine wachsende Weltbevölkerung hat nur noch ein Viertel der heute verzehrten tierischen Produkte auf dem Speiseplan und doppelt so viel Obst, Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte. Angebaut wird nach ökologischen Standards.
Bei dieser Ernährungsweise brauchen wir nur noch 56 Prozent der heute genutzten Ackerfläche und 45 Prozent der Grünlandfläche. Inländische Emissionen pro Hektar können von heute 8,3 auf 2,5 t CO2e sinken, die Anzahl ernährter Menschen pro Hektar (Inland) von 8,5 auf 11,3 steigen, weist die Studie aus, die Greenpeace in Auftrag gegeben hat. Durch eine klimafreundliche Ernährungsänderung können rund 70 Prozent der Emissionen reduziert werden.

Eine großflächige Wiedervernässung der Moore kann dabei den größten Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Werden 80 Prozent der Moorfläche wiedervernässt, sinken die Emissionen um 31 Mio. t CO2e auf ca. 50 Mio. t CO2e. Die weitere Minderung auf 23 Mio. t CO2e ist auf die Tierhaltung zurückzuführen. Frei gewordene Flächen können mit einer Wiederaufforstung eine neue Kohlenstoffsenke in Höhe von ca. 20,4 Mio. t CO2 innerhalb der nächsten 23 Jahre schaffen.

 

 

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