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Pflanzenbau
Ein Forscher untersucht eine Haselhecke in Nienburg/Saale auf ihr Potenzial, Kohlenstoff speichern zu können. (Foto: Sophie Drexler)

Hecken als Klimaschützer

Kohlenstoffbindung fast so hoch wie in Wäldern

Hecken können Treibhausgasemissionen kompensieren. Das ist das Ergebnis einer Metaanalyse des Thünen-Instituts für Agrarklimaschutz in Braunschweig. 13 Studien konnten die Wissenschaftler:innen zu Humus und Biomasse in Hecken zusammentragen.

Hohe Dichte an Ästen und gute Wuchsbedinugen
„Das haben wir mit eigenen Daten von insgesamt 150 untersuchten Hecken ergänzt“, so Sophie Drexler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Thünen-Institut. Die Forscher waren von dem Ergebnis der Metastudie überrascht: Pro Hektar kann eine Hecke im langjährigen Mittel fast genauso viel Kohlenstoff binden wie Wälder. Das erklären die Wissenschaftler:innen durch die hohe Dichte von Ästen und Zweigen in den Hecken und die guten Wuchsbedingungen in der Agrarlandschaft. Besonders viel Kohlenstoff binden auch die Wurzelstöcke der Hecken.

Uneinheitliche Förderung
Dass es in den vergangenen Jahren jedoch kaum zu neuen Heckenanpflanzungen gekommen ist, hat nach Meinung der Wissenschaftler:innen am Thünen-Institut mehrere Gründe. Einer davon liegt in der unübersichtlichen Fördersituation begründet, die zudem in jedem Bundesland unterschiedlich ist. Die neue Thünen-Studie könnte dabei helfen, die Förderung von Hecken einfacher zu gestalten. Denn nun ist es erstmals möglich, die Klimaschutzleistungen von neuen Hecken zu bewerten.

 

 

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